ETC – Europäisches Trainings- und Forschungszentrum
für Menschenrechte und Demokratie
Das ETC wurde 1999 als Non-Profit-Organisation gegründet und nahm seine Arbeit, zunächst in behelfsmäßigen Räumlichkeiten an der Universität Graz, im Oktober dieses Jahres auf. Am 10. Dezember 2000, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, wurde das Zentrum im Mozarthof offiziell eröffnet.
Das ETC Graz befasst sich, wie in seinem Namen angesprochen, theoretisch und praktisch mit Fragen der Durchsetzung von Menschenrechten und Demokratie, mit den Schwerpunkten Menschenrechte und Menschenrechtsbildung, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Good Governance, Südosteuropa und Menschliche Sicherheit. Seine Arbeit basiert auf (Forschungs-) Projekten, Bildungsmaßnahmen und Publikationen. Der interdisziplinäre Zugang des ETC sorgt für eine Vernetzung aller Aspekte von Demokratie und Menschenrechten auf den Ebenen von Forschung, Vermittlung und Advocacy.
Die Bildungsarbeit des ETC reicht von allgemein zugänglichen, offenen Vorträgen, Diskussionen und Workshops über professionelle Fortbildung für unterschiedliche Zielgruppen (Lehrkräfte, Polizei, Verwaltung etc.) bis zur jährlichen Internationalen Sommerakademie, die TeilnehmerInnen aus Verwaltung, Wissenschaft und der in der Transition besonders notwendigen Zivilgesellschaft aus Südost- und Osteuropa die Möglichkeit zu theorieorientierter Fortbildung, wissenschaftlichem und praxisorientiertem Austausch und Lernen an Good Practices bieten.
Auf kommunaler Ebene arbeitet das ETC zur Implementierung des Menschenrechtsstadtprozesses und der ECCaR-Verpflichtungen der Stadt Graz eng mit der Stadt und dem Bürgermeisteramt zusammen; auf lokaler Ebene wurde die Initiative zur Einrichtung einer Menschenrechtsregion Steiermark gestartet. Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz hat seine Geschäftsstelle und damit die operativen Aufgaben am ETC eingerichtet.
Neben Veranstaltungen, Workshops und Trainings gibt das ETC auch Materialien und Bücher heraus, beispielsweise wissenschaftliche Studien (zuletzt für UNESCO/ECCaR 2006), die Occasional Papers, die Online-Zeitschrift Human Security Perspectives (http://www.hs-perspectives.etc-graz.at/) oder das Handbuch zur Menschenrechtsbildung, „Menschenrechte verstehen“ (erhältlich in elf Sprachen, deutsche Version im Neuen Wissenschaftlichen Verlag – NWV). Die meisten Publikationen sind sowohl gedruckt als auch online auf www.etc-graz.at verfügbar; zum Manual gibt es online auch zusätzliche Materialien und Übungen.