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Gegen Radikalisierung und Ausgrenzung: Demokratiekultur und digitale Courage stärken

Im Rahmen der Aktion fördert das Bildungsministerium Schulworkshops ab Beginn des Schuljahrs 2017/18. Das ETC Graz bietet drei kostenlose Workshops für SchülerInnen und ein Methodenseminar für Lehrkräfte an:

Unsere Schule als Ort der Menschenrechte (1.-4. Schulstufe)

Meinungsfreiheit immer und überall - auch online? (5.-9. Schulstufe)

Hassparolen online und offline – Analyse und Gegenstrategien (ab 8. Schulstufe)

Extremismus im Unterricht aufgreifen (Lehrkräfte aller Schultypen)

 

Buchungen bitte ausschließlich über Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule! Hier finden Sie neben Kontakt und Buchungsformular auch weitere Informationen zur Aktion des BMB.

 

 

 

(Bild: ETC)

Unsere Schule als Ort der Menschenrechte

Der Workshop vermittelt Menschenrechte als System von Regeln und Werten, die die Basis einer demokratischen Gesellschaft bilden. Die SchülerInnen entdecken mithilfe von Übungen und Spielen, welche Menschenrechte in ihrer Schule und in ihrem täglichen Leben eine Rolle spielen. Sie lernen, dass Menschenrechte für alle gelten, egal, ob Mädchen oder Bub, ob ÖsterreicherIn oder neu hier, und reflektieren Diversität und Vielfalt im Licht der Kinder- und Menschenrechte. Anhand von Fragen wie „Darf ich alles sagen, was mir durch den Kopf geht?“ erarbeiten die Kinder die Grenzen von Menschenrechten und ihre eigene Verantwortung für die Verwirklichung eines Rechts.

Der Workshop wurde auf Basis von Elementen des laufenden Programms „UNSERE Menschenrechtsschule“ zusammengestellt und kann je nach Schulstufe in Absprache mit der Lehrkraft bedarfsgerecht adaptiert werden.

 

Workshop für die 1. bis 4. Schulstufe

Trainerinnen: Simone Philipp, Barbara Schmiedl

 

Buchung möglich für Schulen in der Steiermark, für das gesamte Schuljahr 2017/18. Achtung: Für beliebte Termine (z.B. rund um Kinderrechtetag, Menschenrechtstag oder Antirassismustag) sollte frühzeitig gebucht werden.

 

 

 

(Bild: IsaacMao via flickr.com, Ausschnitt)

Meinungsfreiheit immer und überall - auch online?

Menschenrechtlich problematische Äußerungen und klare Menschenrechtsverletzungen werden in sozialen Medien immer mehr zum Thema, wobei sich sogenannte HassposterInnen oft auf das Recht der freien Meinungsäußerung berufen und dabei aber vergessen, dass dieses Recht ein eingeschränktes ist. Es gilt dann nicht mehr, wenn andere Menschenrechte verletzt werden.

Im Workshop wird das Spannungsfeld von Meinungsfreiheit, Hassrede und Menschenrechtsverletzungen aufgegriffen. Die SchülerInnen arbeiten mit aktuellen Materialien (online oder Screenshots), welche auf menschenrechtlich relevante Aspekte hin analysiert werden. Dabei geht es um Fragen wie: Werden hier Menschenrechte verletzt? Welche? Warum? Wie kann ich Hassrede „zwischen den Zeilen“ erkennen? Mit welchen Strategien kann ich dagegen vorgehen? Welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es?

Ziel des Workshops ist es, das Bewusstsein der SchülerInnen für die Verletzung von Menschenrechten in sozialen Medien zu schärfen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, um dem entgegen zu treten.

Im Workshop kommen in erster Linie interaktive Methoden zum Einsatz. Die SchülerInnen arbeiten selbstständig und können ihren Lernprozess selbstbestimmt und selbstorganisiert steuern. Die Trainerinnen stellen Inputs, Diskussionsmöglichkeiten, Gruppenarbeiten, Materialien wie auch verschiedenen Übungen zur Verfügung.

 

Der Workshop ist die Weiterentwicklung des ETC-Workshops zur Meinungsfreiheit im politischen Diskurs. Er wurde aufgrund des zunehmenden Bedarfs speziell für die jugendliche Zielgruppe und ihre Social Media-Kommunikation entwickelt und kann je nach Schulstufe in Absprache mit der Lehrkraft bedarfsgerecht adaptiert. werden.

 

Workshop für die 5. bis 8. Schulstufe

Trainerinnen: Simone Philipp, Barbara Schmiedl

Buchung möglich für Schulen in der Steiermark, für das gesamte Schuljahr 2017/18. Achtung: Für beliebte Termine (z.B. rund um Kinderrechtetag, Menschenrechtstag oder Antirassismustag) sollte frühzeitig gebucht werden.

 

 

 

 

(Bild: ETC)

Hassparolen online und offline - Analyse und Gegenstrategien

Der Stoßseufzer „Hätte ich doch was gesagt!“ thematisiert den schalen Nachgeschmack und die Hilflosigkeit, die oftmals von der Auseinandersetzung mit rassistischen, sexistischen oder anderen ausgrenzenden Parolen bleiben. Der Workshop richtet sich an alle SchülerInnen, die nicht mehr passiv zuhören wollen, wenn diskriminierende Parolen und Stammtischsprüche verkündet werden. Er soll anhand von Rollenspielen und Gruppenarbeiten eine kurze Einführung in Handlungsformen und angemessene Strategien in schwierigen Situationen bieten sowie dazu ermuntern, Partei zu ergreifen für Menschenrechte, Gewaltfreiheit und Respekt.

Ziel des Workshops ist es, den SchülerInnen Wissen über Struktur und Wirkungsweise von diskriminierenden Sprüchen zu vermitteln sowie die Fähigkeit, diesen online und im „real life“ gezielt und strategisch überlegt entgegenzutreten.

Im Workshop kommen in erster Linie interaktive Methoden zum Einsatz. Die SchülerInnen arbeiten selbstständig und können ihren Lernprozess selbstbestimmt und selbstorganisiert steuern. Die Trainerinnen stellen Inputs, Diskussionsmöglichkeiten, Gruppenarbeiten, Rollenspiele, Materialien wie auch verschiedenen Übungen zur Verfügung.

 

Das ETC bietet seit über zehn Jahren Workshops gegen Stammtischparolen unter dem Titel „Hätte ich doch was gesagt...!“ für Jugendliche und Erwachsene an. Aufgrund der Zunahme von Hassrede in sozialen Medien wurden die Workshopinhalte an diesen Bedarf angepasst und die Strategien dementsprechend weiterentwickelt. Der Workshop kann je nach Schulstufe in Absprache mit der Lehrkraft bedarfsgerecht adaptiert. werden.

 

Workshop für die 9. bis 12./13. Schulstufe

Trainerinnen: Simone Philipp, Barbara Schmiedl

Buchung möglich für Schulen in der Steiermark, für das gesamte Schuljahr 2017/18. Achtung: Für beliebte Termine (z.B. rund um Kinderrechtetag, Menschenrechtstag oder Antirassismustag) sollte frühzeitig gebucht werden.

 

 

 

(Bild: beob8er via Flickr)

Extremismus im Unterricht aufgreifen

Extremismus „liegt in der Luft“. Auch an vielen Schulen sehen sich Lehrkräfte mit demokratiefeindlichen, rassistischen, islamfeindlichen, antisemitischen oder sonstigen radikalen Einstellungen von SchülerInnen konfrontiert. Manches mag nur altersentsprechende Provokation sein, doch fühlt man sich als demokratiepolitisch und historisch denkende/r LehrerIn verpflichtet, dies nicht unwidersprochen im Raum stehen zu lassen. Aber mit welchen Strategien reagieren? Besser noch: wie vorbeugen, wie agieren, bevor noch ein Anlassfall vorliegt?

Im Methodenseminar befassen wir uns mit persönlichen und professionellen Zugängen zu einer in dieser Breite neuen Herausforderung und diskutieren Zugänge, Methoden und Materialien. Als Input bietet das Seminar Einführung und Analyse zum politischen und religiösen Extremismus. Darauf und auf ihren Erfahrungen im Unterricht und der Betreuung von Jugendlichen aufbauend entwickeln die TeilnehmerInnen Strategien und Handlungsoptionen, um Extremismus zu thematisieren, extremistischen Einstellungen zu begegnen bzw. im günstigsten Fall vorzubeugen und extremistische Äußerungen im schulischen und Unterrichtskontext adäquat aufzugreifen. In einem dritten Block werden Unterrichtsmaterialien zum Thema vorgestellt und analysiert. Zuletzt wird die Frage behandelt, an welche Stellen sich LehrerInnen wenden können, wo Unterstützung, Vernetzung und Fortbildung angeboten wird und was im Falle strafrechtlich relevanter Äußerungen zu unternehmen ist.  

 

Methodenseminar für Lehrkräfte alle Schultypen

Trainerinnen: Simone Philipp, Barbara Schmiedl

 

Buchung möglich für Schulen in der Steiermark, für das gesamte Schuljahr 2017/18. Achtung: Für beliebte Termine (z.B. rund um Kinderrechtetag, Menschenrechtstag oder Antirassismustag) sollte frühzeitig gebucht werden.