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Veranstaltungen 2016

 

 

FRAGMENTS - Rahmenprogramm zum 1. Menschenrechtsfilmfestival in Graz

FRAGMENTS ist mehr als "nur" Filme: Das ETC hat das erste Menschenrechtsfilmfestival in Graz nicht nur von Anfang an inhaltlich begleitet, sondern ist auch während des Festivals mit dabei, mit einem Rahmenprogramm, das verschiedene Aspekte der Menschenrechte und des Schwerpunktthemas "Flucht" beleuchtet.

 

Podiumsdiskussion

Zur Wahrheit verpflichtet? Flucht und Asyl in den Medien

22. April 2016 | 18:00 | Kulturzentrum bei den Minoriten, Imkubus

 

Flucht und Asyl sind derzeit ein Dauerthema in den Medien. Die Berichterstattung in Zeitungen, Fernsehen und Online-Medien trägt wesentlich zur Meinungsbildung bei und formt das Verständnis dieser Konzepte in der breiten Öffentlichkeit. Dies birgt eine große Macht und damit auch Verantwortung in sich. Was dürfen die Medien und was müssen sie vielleicht? Wo liegen die (rechtlichen) Grenzen der Berichterstattung? Was bedeutet Pressefreiheit und welche Verantwortung geht mit diesem Recht einher? Vor welchen Herausforderungen stehen Journalisten und wirken sich diese auf die mediale Repräsentation von Flucht und Asyl aus? Zu diesen und anderen Fragen diskutieren

Wolfgang Benedek, ETC und Universität Graz

Fritz Hausjell, Universität Wien

Nermin Ismail, ORF

Gerlinde Winter-Pölsler, Falter

Erich Hohl,  Diözese Graz-Seckau

Moderation: Richard Solder, Südwind-Magazin

Eintritt frei!

 

 

Info- und Vernetzungstreffen

Menschenrechtsstadt sind wir!

23. April 2016 | 14:00 - 17:00 | GrazMuseum

 

Eine aktive Zivilgesellschaft gab es in Graz schon lange vor der Menschenrechtsstadt, in den Worten von Alfred Stingl: „Graz ist nicht die Stadt, die das erfunden hat. Wir wurden erfunden.“

In der Fluchtsituation seit dem Sommer 2015 gesellten sich zu den alteingesessenen Organisationen viele neue, oft spontan entstandene. Beim Info- und Vernetzungstreffen finden „alte“ und „neue“ AkteurInnen einen Raum, um sich (besser) kennenzulernen und zu vernetzen, FestivalbesucherInnen haben die Möglichkeit, die Arbeit der Initiativen und die Menschen dahinter kennenzulernen und auch Anknüpfungspunkte für eigenes Engagement zu finden.

Mit dabei sind Afro-Asiatisches Institut, Antidiskriminierungsstelle Steiermark, Amnesty International StudentInnen, Amnesty International Gruppe Graz, BORDERLESS:Flüchtlingshilfsaktion, Caritas Steiermark, Caritas JugendStreetwork, ETC Graz/UniETC, Heimatsuche, ISOP, Liga für Menschenrechte, Plattform Bleiberecht, Refugees Welcome, Graz: Spendenkonvoi, SOMM, Zebra und eventuell auch der Refugee Law Clinic der Universität Graz

Eintritt frei!

 

 

Vortrag

Flucht und Menschenrechte

23. April 2016 | 18:00 | GrazMuseum

„Alle Menschen sind gleich an Rechten und Würde geboren“, so sieht es die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vor. In der momentanen Diskussion hinsichtlich der Aufnahme von Flüchtlingen in der Europäischen Union erscheint es jedoch, dass die Menschenrechte nicht für alle gleich und unbedingt gelten. Mit Bezug auf die Rechtsstaatlichkeit werden Menschenrechte von Flüchtlingen und Schutzsuchenden sukzessive eingeschränkt, auch in Österreich. Doch um welche Rechte geht es eigentlich?

Welcher Schutz kommt Menschen auf der Flucht im Kontext der Menschenrechte und des Flüchtlingsrechts zu? Und führt die Aushöhlung dieser Rechtsstandards nicht schlussendlich auch zu einer Aushöhlung des Rechtsstaats Österreich?

Lisa Heschl, Uni-ETC

Eintritt frei!

 

 

Menschenrechtsspaziergang

Menschenrechte verorten

24. April 2016 | 15:00 - 17:00 | Treffpunkt: Platz der Menschenrechte/Stadtparkbrunnen

Wir „erwandern“ die Menschenrechtsstadt Graz auf einer Route entlang ausgewählter, in Bezug auf die Menschenrechte historischer oder zeitgeschichtlich relevanter Stationen und klopfen altbekannte Orte auf ihren menschenrechtlichen Bezug hin ab. Der Rahmen reicht hierbei vom Mittelalter bis in die Gegenwart, inhaltlich versucht der Rundgang, Brüche und Kontinuitäten in Stadtentwicklung und Mentalitätsgeschichte darzustellen und aktuelle Fragen wie Bildung, öffentlicher Raum, Privatsphäre, Migration, Rechtsstaatlichkeit oder Religionsfreiheit in einen (zeit)historischen Kontext zu positionieren. Beispiel ist etwa der Asylstein beim Deutschordenshaus in der Zinzendorfgasse.

Barbara Schmiedl, ETC Graz

Eintritt frei!

 

 

Vortrag

Menschenrechtsstadt Graz - Was haben Fußgängerampeln mit Menschenrechten zu tun?

24. April 2016 | 17:00 | GrazMuseum

Was sind Menschenrechte und wen schützen sie? Wie Menschenrechtsschutz im täglichen Leben aussieht, lässt sich am Beispiel der Menschenrechtsstadt Graz zeigen. Richtlinie dabei ist die Grazer Menschenrechtserklärung, mit vier zentralen Verpflichtungen knapp und einfach gehalten: die Orientierung von Regierung und Gemeinderat in ihrer Politik an internationalen Menschenrechten, Information der GrazerInnen mittels Menschenrechtsbildung, angemessene Berücksichtigung der Menschenrechte in der Arbeit der EntscheidungsträgerInnen, um die Menschenrechtsschutzfunktion zum Ausdruck zu bringen und schließlich Auffinden von Defiziten und Fortschritten im Bereich der Menschenrechte auf allen Ebenen der Gesellschaft, um darauf entsprechend zu reagieren.

Klaus Starl, ETC Graz, Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz

Eintritt frei!

 

 

Podiumsdiskussion

Liken, Sharen, Hassen - Digitaler Rassismus und Social Media

25. April 2016 | 18:00 | GrazMuseum

Die oft zitierte „Stammtisch-Diskussion“ findet längst nicht mehr nur im Wirtshaus statt. Hitzige Debatten werden zunehmend auch auf Plattformen wie etwa Facebook oder in den Diskussionsforen von Zeitungen geführt. Und dabei scheinen einige ziemlich hirn- und hemmungslos zu agieren. Unter dem Deckmantel der vermeintlichen „Unsichtbarkeit“ wird gehasst, gehetzt und geschimpft. Wie weit darf Meinungsfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung gehen? Zu diesen und anderen Fragen diskutieren

Julya Rabinowich, Literatin

Ingrid Brodnig, Redakteurin Profil, Autorin

Rudolf Fußi, Kommunikations- und Strategieberater

Alexander Warzilek, Österreichischer Presserat

Moderation: Christoph Riedl-Daser, ORF

Eintritt frei!

 

Weitere Veranstaltungen und das gesamte Filmprogramm finden Sie auf der Festival-Website!

 

 

 

 

FRAGMENTS - Rahmenprogramm für SchülerInnen und StudentInnen

Im Rahmen von FRAGMENTS, dem 1. Menschenrechtsfilmfestival in Graz gibt es eine Reihe von Screenings für Schulen, meist vormittags, immer begleitet von Gesprächen mit Filmschaffenden. Zusätzlich bietet das ETC und das Uni-ETC gemeinsam mit dem Afro-Asiatischen Institut Graz und der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus eine Reihe von Workshops zu Menschenrechtsthemen an.

 

Workshops

 

ZusammenHalt! Genial statt radikal

18.4.2016 | 7:30 - 9:30 || 19.4.2016 | 11:30 - 13:30 || an IHRER Schule in Graz

Der Workshop „ZusammenHalt! Genial statt radikal“  ermutigt Jugendliche, sich aktiv für gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein solidarisches Zusammenleben in Vielfalt in unserer Gesellschaft zu engagieren und stark zu machen und sich nicht durch destruktive Ideen und Extremismen radikalisieren zu lassen. „ZusammenHalt! Genial statt radikal“ bietet somit Prävention und Empowerment in einem inklusiven wie spielerischen Ansatz über Ermutigung zu einer offenen, empathischen Haltung, wertschätzender Kommunikation und sozialer Einbindung. Das Angebot schützt und stützt junge Menschen durch Sensibilisierung vor gefährlichen Strömungen.

Trainer_innen: Afro-Asiatisches Institut Graz

Anmeldung: Barbara Schmiedl 0613 380 1533

Kosten: 110 Euro pro Workshop

Anmeldeschluss: 14. April 2016

 

Das Boot ist voll - Spielworkshop zu Diskriminierung

18.4.2016 | 11:30 - 13:30 || 20.4.2016 | 9:30 - 11:30 || an IHRER Schule in Graz

Einer wird gewinnen! Oder eine? Egal - jedenfalls haben alle die gleiche Chance ... oder etwa nicht?

Das Spiel DAS BOOT IST VOLL bildet nach dem Muster des klassischen DKT wirtschaftliche und Arbeitsmarktprozesse ab. Während aber beim Vorbild das Spielen trotz Lokalkolorits im gesellschaftsfreien Vakuum stattfindet und alle SpielerInnen dieselben Bedingungen vorfinden, sorgen bei DAS BOOT IST VOLL Rollenkarten (Frau/Mann, Mitglied der Mehrheits-/Minderheitsbevölkerung, Ausbildung, Alter, Behinderung) für realitätsnahe unterschiedliche Voraussetzungen.

Der Lerneffekt des Spiels beruht darauf, die SpielerInnen durch eigenes Erleben von unterschiedlichen Ausgangsbedingungen und (teilweise mehrfachen) Diskriminierungen dafür zu sensibilisieren, dass die gesellschaftlichen Bedingungen eben nicht für alle gleich sind. 

Trainer_innen: ETC Graz

Anmeldung: Barbara Schmiedl 0613 380 1533

Kosten: 110 Euro pro Workshop

Anmeldeschluss: 14. April 2016

 

„Hätt ich doch was gesagt...!“ Strategien gegen Stammtischparolen

18.4.2016 | 9:30 - 11:30 || 20.4.2016 | 7:30 - 9:30 || an IHRER Schule in Graz

Der Stoßseufzer „Hätte ich doch was gesagt!“ thematisiert den schalen Nachgeschmack und die Hilflosigkeit, die oftmals von der Auseinandersetzung mit rassistischen, sexistischen oder anderen ausgrenzenden Parolen bleiben. Der zweistündige Workshop richtet sich an alle, die nicht mehr passiv zuhören wollen, wenn diskriminierende Parolen und Stammtischsprüche verkündet werden. Er soll anhand von Rollenspielen und Gruppenarbeiten eine kurze Einführung in Handlungsformen und angemessene Strategien in schwierigen Situationen bieten sowie dazu ermuntern, Partei zu ergreifen für Menschenrechte, Gewaltfreiheit und Respekt.

Trainer_innen: ETC Graz

Anmeldung: Barbara Schmiedl 0613 380 1533

Kosten: 110 Euro pro Workshop

Anmeldeschluss: 14. April 2016

 

Wer klopfet an? Die Situation von Asylwerbenden in Österreich

19.4.2016 | 7:30 - 9:30 || 20.4.2016 | 11:30 - 13:30 || an IHRER Schule in Graz

Ziel dieses Workshops ist es, einen Überblick über das österreichische bzw. europäische Asylrecht zu bieten. Jugendliche sollen über die Fluchtgründe von AsylwerberInnen und ihre Lebenssituation während des und nach dem Asylverfahrens informiert werden. Anhand von praktischen Beispielen werden verschiedene mögliche Fluchtgründe thematisiert. Die TeilnehmerInnen werden dazu angeregt, sich mit der Situation von AsylwerberInnen in Österreich zu beschäftigen und zu erörtern, welche Möglichkeiten sie haben, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation von Flüchtlingen zu leisten.

Trainer_innen: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus

Anmeldung: Barbara Schmiedl 0613 380 1533

Kosten: 110 Euro pro Workshop

Anmeldeschluss: 14. April 2016

 

Menschenrechte verorten - Menschenrechtsstadtrundgang

19.4.2016 | 9:30 - 11:30 || 21.4.2016 | 7:30 - 9:30 || an IHRER Schule

Die Menschenrechtsstadt Graz wird auf einer Route entlang ausgewählter, in Bezug auf die Menschenrechte historisch oder zeitgeschichtlich relevanter Stationen „erwandert“, altbekannte Orte, Bauten oder Denkmäler werden auf ihren menschenrechtlichen Bezug hin abgeklopft. Der zeitliche Bezugsrahmen reicht hierbei vom Mittelalter bis in die Gegenwart, inhaltlich versucht der Rundgang, anhand ausgewählter Beispiele Brüche und Kontinuitäten in Stadtentwicklung und Mentalitätsgeschichte darzustellen und so aktuelle Fragestellungen wie zum Beispiel Bildung, öffentlicher Raum, Privatsphäre, Migration, Rechtsstaatlichkeit oder Religionsfreiheit in einem (zeit)historischen Kontext zu positionieren.

Beispiel Asylstein beim Deutschordenshaus in der Zinzendorfgasse: Er steht historisch für die Reibungsflächen zwischen staatlicher und kirchlicher Gewalt und Rechtsdurchsetzung, mit dem „Kirchenasyl“ ergibt sich aber auch ein Bedeutungsstrang, der bis in die Gegenwart reicht. So wurde in Frankreich seit den 1990er-Jahren den sog. „sans papiers“, also MigrantInnen ohne legalen Aufenthaltsstatus Kirchenasyl gewährt; in weiterer Folge ergeben sich Fragen von Asyl und Migration im Allgemeinen.

Trainer_innen: ETC Graz

Anmeldung: Barbara Schmiedl 0613 380 1533

Kosten: 110 Euro pro Workshop

Anmeldeschluss: 14. April 2016

 

Schulvorstellungen

 

Lampedusa im Winter, von Jakob Brossmann 

21.4.2016 | 10:00 - 12:00 | 11:00 - 13:00 | 12:00 - 14:00 || 22.4.2016 | 10:00 - 12:00 | 12:00 - 14:00 || Schubertkino Graz

Der Titel deutet es an: Die italienische Insel, 110 Kilometer vor der tunesischen Küste gelegen und häufig das erste Ziel für afrikanische Flüchtlinge, die Europa erreichen wollen, ist im Winter ein besonders tristes Terrain. Die Dokumentation zeigt in hoher Verdichtung eine klaustrophobische Situation in einer kontaminierten geopolitischen Zone: Die Einwohner von Lampedusa sind überfordert vom permanenten Andrang und von einer allgemeinen Mangelsituation, die Asylsuchenden wiederum kämpfen verzweifelt um ihr Recht und ihre Würde. Ein Close-up auf jenes Problem, das die EU nun schon seit Monaten zur Kenntlichkeit entstellt.

Sprache: Italienisch & Arabisch mit deutschen Untertiteln 

Im Anschluss Gespräch mit Regisseur Jakob Brossmann. Bitte geben Sie vorab Bescheid, sollten Sie bei den Gesprächen im Anschluss mit Ihren SchülerInnen/StudentInnen nicht bleiben wollen!

Kartenbestellung: Ronja Scherzinger

Kosten: 5,50 Euro für SchülerInnen/StudentInnen (Gruppenpreis), für das Lehrpersonal frei

Anmeldeschluss: 14. April 2016

 

Mama Illegal, von Ed Moschitz 

22.4.2016 | 11:00 - 13:00 | Schubertkino Graz

Sie geben den Schleppern ihre Ersparnisse und riskieren auf ihrer Reise nach Westeuropa ihr Leben: Aurica, Raia und Nataşa, drei Mütter aus einem kleinen moldawischen Dorf. Sie kehren ihrem ärmlichen Heim, den kaputten Straßen, den baufälligen Schulen und den zahllosen unbewohnten Häusern den Rücken, um in Österreich und Italien als Putz- oder Pflegehilfen zu arbeiten. Hier führen sie ein Leben im Untergrund – mit einem harten Job, ohne gültige Papiere, schutzlos und ohne medizinische Versorgung – jahrelang getrennt von Kindern und Familien. Alles, was vom im Westen hart erarbeiteten Geld übrig bleibt, schicken sie nach Hause zu ihren Familien. Doch ihr Wunsch nach einer besseren Zukunft und einem schöneren Leben fordert einen hohen Preis. Die Rückkehr sieht nach all den Jahren ganz anders aus als geplant. Nach langer Zeit in der Ferne sind die Kinder erwachsen und die Ehemänner entfremdet. Die gesellschaftliche Kluft, die sie zu überwinden trachteten, droht die Familien endgültig auseinander zu reißen. Im Westen nicht wirklich angekommen und angenommen, stellen sie fest, dass ihnen ihre Heimat fremd geworden ist. „Mama Illegal“ zeichnet sieben Jahre im Leben der drei Frauen nach. Die Kamera ist bei Schicksalsschlägen ebenso dabei wie bei Momenten der Freude. Ein Film über den Preis des Traumes von einem besseren Leben.

Sprache: Deutsch, Rumänisch mit deutschen Untertiteln

Im Anschluss Gespräch mit Ed Moschitz und Aurica Cihai (angefragt). Bitte geben Sie vorab Bescheid, sollten Sie bei den Gesprächen im Anschluss mit Ihren SchülerInnen/StudentInnen nicht bleiben wollen.

Kartenbestellung: Ronja Scherzinger

Kosten: 5,50 Euro für SchülerInnen/StudentInnen (Gruppenpreis), für das Lehrpersonal frei

Anmeldeschluss: 14. April 2016

 

Zeichnen gegen das Vergessen, von Bärbel Jacks

25.4.2016 | 10:00 - 12:00 | 11:00 - 13:00 | Schubertkino Graz

Über Jahre sammelt der Maler Manfred Bockelmann die Fotografien von in Auschwitz inhaftierten und zum größten Teil ermordeten Kindern. Großflächig mit Kohlestift auf grober Juteleinwand zeichnet er ein Porträt nach dem anderen und möchte so die Kinder dem Vergessen entreißen. In eindringlichen Bildern, die von der Intensität des Tuns des Künstler getragen werden, erzählt Bärbel Jacks Film „Zeichnen gegen das Vergessen“ von der gleichnamigen Werkreihe und begibt sich mit Bockelmann auf eine Reise und begegnet den Kindern von damals, den heute letzten ZeugInnen des Holocaust.

Sprache: Deutsch, Englisch mit deutschen Untertiteln

In Anwesenheit von David Kunac (Produzent) und Manfred Bockelmann, sowie der Zeitzeugin Helga Pollack-Kinsky (angefragt). Bitte geben Sie vorab Bescheid, sollten Sie bei den Gesprächen im Anschluss mit Ihren SchülerInnen/StudentInnen nicht bleiben wollen.

Kartenbestellung: Ronja Scherzinger

Kosten: 5,50 Euro für SchülerInnen/StudentInnen (Gruppenpreis), für das Lehrpersonal frei

Anmeldeschluss: 14. April 2016

 

Last Shelter, von Gregor Igor Hauzenberger

26.4.2016 | 11:00 - 13:00 | Schubertkino Graz

Wien, Dezember 2012: Eine kleine Gruppe junger Afghanen und Pakistani besetzt die Votivkirche, die größte neogotische Kirche Österreichs. In Schnellverfahren haben sie negative Asylbescheide erhalten, obwohl sie unter denkbar prekären Bedingungen geflüchtet sind: Das Abbrennen von Schulen und Kopfabschneiden durch religiöse Fanatiker haben sie miterlebt, Familienmitglieder sind ermordet worden. Bei Null Grad harren die Flüchtlinge dort monatelang protestierend und phasenweise im Hungerstreik aus. Trotz breiter öffentlicher Unterstützung werden einige von ihnen abgeschoben. Ihr Protest führt sie von Traiskirchen quer durch Österreich bis zur ungarischen Grenze, wo 2015 wieder an trennenden Zäunen gearbeitet wird. Der österreichische Dokumentarfilmemacher Gerald Igor Hauzenberger, zuletzt für Der Prozess mit dem österreichischen Filmpreis ausgezeichnet, begleitete die Flüchtlinge drei Jahre lang. Entstanden ist ein zeitloser Film über den Kampf um Asyl und menschliche Würde, ein brisantes Dokument über komplexe gesellschaftliche Verstrickungen und die allgemeine Überforderung bei der Suche nach adäquaten Lösungen. „Ausgerechnet zu Weihnachten!“

Sprache: Arabisch, Deutsch mit deutschen Untertiteln

Im Anschluss Gespräch mit Gregor Igor Hauzenberger.  Bitte geben Sie vorab Bescheid, sollten Sie bei den Gesprächen im Anschluss mit Ihren SchülerInnen/StudentInnen nicht bleiben wollen.

Kartenbestellung: Ronja Scherzinger

Kosten: 5,50 Euro für SchülerInnen/StudentInnen (Gruppenpreis), für das Lehrpersonal frei

Anmeldeschluss: 14. April 2016

 

Das ETC und FRAGMENTS kooperieren mit den Aktionstagen Politische Bildung 2016.

 

 

 

 

 

Menschenrechtlicher Debate Club

ab 18. März 2015 | 17:00 - 18:30 | ETC Graz, Elisabethstraße 50B

 

Welche Auswirkungen haben die tragischen Anschläge auf Charlie Hebdo auf die Meinungsäußerungsfreiheit? Gibt es ein Menschenrecht auf saubere Umwelt? Dürfen Staaten foltern? Welche Verantwortung kommt Unternehmen beim Schutz von Menschenrechten zu? Müssen Religionen vor Kritik geschützt werden? Und dürfen Kinder im Namen der Religion beschnitten werden? Welche Rechte haben AsylwerberInnen?


Menschenrechte und ihre Verletzungen sind in aller Munde. Doch in den Medien bleibt oft keine Zeit für tiefer gehende Analysen. Viele Probleme bleiben unangesprochen, Behauptungen unwidersprochen, Fragen ungeklärt. Der Menschenrechtliche Debate Club, der an 13 Abenden im Sommersemester 2015 stattfindet, soll diese Lücke füllen: Er ist als offene Diskussionsrunde konzipiert, in der in gemeinsamen, in kollegialer Atmosphäre gehaltenen Debatten menschenrechtliche Themenfelder abgesteckt und beschritten werden.

 

Anmeldung bis 11. März 2015 über UniGrazOnline (für StudentInnen) oder per Mail an Katja Haslwanter

Vorbesprechung: 11. März 2015, 17:00, SR 19.01, ETC Graz, Elisabethstraße 50B

Programm... (pdf)

 

Termine und Themen

18. März 2015 Universalität der Menschenrechte vs kultureller Relativismus

25. März 2015 Wir jagen dich, wir finden dich, wir töten dich! Targeted killings und Menschenrechte (Gastvortrag Reinmar Nindler)

22. April 2015 Wir sind doch ein bisschen gleicher! Menschenrechte, Flucht und Migration (Gastvortrag Lisa Heschl E.MA)

29. April 2015 Zwischen Emotion und Staatsraison – Folter und Menschenrechte

6. Mai 2015 Drei Parteien oder drei Mahlzeiten? Demokratie als Hindernis für Entwicklung? (Gastvortrag Stefan Salomon)

13. Mai 2015 Menschenrechte in der Krise – die Krise und Menschenrechte (Gastvortrag Lisa Heschl E.MA)

20. Mai 2015 Gibt es ein Menschenrecht auf saubere Umwelt?

27. Mai 2015 Das Kreuz mit dem Kreuz! Religion und Menschenrechte (Gastvortrag Yvonne Schmidt-Karimi)

3. Juni 2015 Herausforderungen von Human Rights Defenders

10. Juni 2015 Ethik und Tierrechte (Gastvortrag Kurt Remele)

17. Juni 2015 Sexuelle Gewalt in Konflikten am Beispiel Guatemala (Gastvortrag Sonja Perkic-Krempl)

24. Juni 2015 Dico ergo sum – Ich sage, darum bin ich! Doch kann ich sagen was ich will?

1. Juli 2013 Thema nach Wahl der TeilnehmerInnen