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Aktuelles aus der Menschenrechtsstadt

 

MENSCHENRECHTSSTADT FÜR ALLE - Infofolder ab sofort auch auf Englisch

Rechtzeitig zum 13. "Geburtstag" der Menschenrechtsstadt Graz liegt nun der Infofolder zur Menschenrechtsstadt auch auf Englisch vor - ein weiterer kleiner Schritt auf das Ziel zu, über die Menschenrechtsstadt in den in Graz meistgesprochenen Sprachen zu informieren. Der Folder wird in Zukunft auch den "Welcome Boxes" beigelegt, mit denen das Integrationsreferat alle neuen BürgerInnen der Stadt Graz begrüßt und informiert.

Auch online ist der Flyer natürlich verfügbar - wie schon bisher der deutschsprachige und die Kurzfassung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:

Graz - the first Human Rights City of Europe...

Graz - Erste Menschenrechtsstadt Europas...

30 Punkte für die Menschenwürde...

30 Points of Dignity...

Presseaussendung: 13 Jahre Menschenrechtserklärung der Stadt Graz: 8.2.2001 - 8.2.2014...

(7. Februar 2014)

 

 

 



Zum Menschenrechtstag vorgestellt: Der sechste Menschenrechtsbericht der Stadt Graz

Die Vorsitzende des Grazer Menschenrechtsbeirats, Elke Lujansky-Lammer, und der Leiter der Geschäftsstelle, Klaus Starl, stellten den Menschenrechtsbericht der Stadt Graz 2012  am 11. Dezember 2013 im Steirischen Presseclub vor.

Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz legt mit dem Menschenrechtsbericht 2012 den nunmehr sechsten Bericht zur Menschenrechtslage in Graz vor. Der Menschenrechtsbericht zum Jahr 2012 ist ein Evaluationsbericht und basiert auf ausgewählten Empfehlungen des Menschenrechtsbeirates aus dem Vorjahresbericht. Anhand einer Evaluierung der Umsetzung der im Vorjahr an die Politik herangetragenen Empfehlungen wurde der Fortschritt im Menschenrechtsstadtprozess überprüft.

Der Menschenrechtsbericht 2012 hat zum Ziel,

  • die Menschenrechtsstadt Graz über die Lage der Menschenrechte in der Stadt zu informieren,
  • Fortschritte und Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen und die Umsetzung der einschlägigen Verpflichtungen sowie ausgewählter Empfehlungen des vorangegangenen Berichtes zu überprüfen,
  • bestehende Defizite werden aufzuzeigen, um Menschenrechtspolitik in der Stadt bedarfsgerecht und effizient gestalten zu können, und
  • möglichst viele AkteurInnen im Bereich der Umsetzung und Anwendung der Menschenrechte auf kommunaler Ebene einzubinden.

Für die Untersuchung der Rechtsbereiche "bürgerliche und politische Menschenrechte", "wirtschaftliche und soziale Menschenrechte" und "Umwelt und Gesundheit in Graz – Luftqualität" wurden sechs Fokusgruppeninterviews durchgeführt, an denen sich insgesamt 47 Personen beteiligten. Vier Gemeinderatsklubs (Grüner-ALG-Klub, KPÖ-Klub, ÖVP-Klub und SPÖ-Klub) haben eine schriftliche Einschätzung der Umsetzung der Empfehlungen abgegeben.

(11. Dezember 2013)

 

Menschenrechtsbericht der Stadt Graz 2012... (pdf)

Pressetext... (pdf)

 

 

Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz begrüßt Aufhebung des steirischen Bettelverbotes durch den Verfassungsgerichtshof der Republik Österreich!

11. Jänner 2013

Presseaussendung des Menschenrechtsbeirates der Stadt Graz

Der Grazer Menschenrechtsbeirat begrüßt die Aufhebung des steirischen Bettelverbotes durch den Verfassungsgerichtshof der Republik Österreich. „Der Grazer Menschenrechtsbeirat hat sich wiederholt auf argumentativer Basis gegen Bettelverbote positioniert und sieht sich in seiner Argumentation durch das VfGH-Erkenntnis bestätigt. Bettelverbote sind überdies ein Widerspruch zum Selbstverständnis der Menschenrechtsstadt Graz. Sie stehen aber auch im eklatanten Widerspruch zur

Charta des Zusammenlebens in Vielfalt des Integrationsressorts des Landes Steiermark. „Der Verfassungsgerichtshof hat mit seinem Erkenntnis diese inakzeptablen Widersprüche beseitigt, sodass wir wieder mit Stolz von einer Menschenrechtsstadt Graz wie auch von einem glaubwürdigen Anspruch auf ein Zusammenleben in Vielfalt aller Menschen in unserem Lande sprechen dürfen", so Lujansky-Lammer und Ehetreiber in ihrer Einschätzung der politischen Bedeutung des VfGH-Erkenntnisses.

Dr.in Elke Lujansky-Lammer
Vorsitzende des Grazer Menschenrechtsbeirates

Mag. Christian Ehetreiber
Koordinator der Arbeitsgruppe gegen das
Bettelverbot im Grazer Menschenrechtsbeirat

 

 

VfGH-Entscheidung G 64/11‐8 im Wortlaut... (pdf)

Presseaussendung des Menschenrechtsbeirats der Stadt Graz... (pdf)

Charta des Zusammenlebens Steiermark...

Gegen Bettelverbote...

 

 

 

Neue Flyer aus der Menschenrechtsstadt

Gerade rechtzeitig zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember präsentierte der Menschenrechtsbeirat zwei neue Flyer: Graz - Erste Menschenrechtsstadt Europas stellt in aller Kürze Meilensteine, AkteurInnen und Schritte der Umsetzung der Menschenrechtsstadt vor, 30 Punkte für die Menschenwürde ruft im handlichen Miniformat alle 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Erinnerung. Kann nicht schaden, die Grundlagen in der Hand- oder Jackentasche zu haben...

Beide Flyer sollen in der Folge auch in die in Graz meistgesprochenen Sprachen übersetzt werden, die Kurzfassung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zumindest schon einmal auf Deutsch und Englisch vor.

(10. Dezember 2012)

 

Graz - Erste Menschenrechtsstadt Europas... (pdf)

30 Punkte für die Menschenwürde... (pdf)

30 Points of Dignity... (pdf)

 

 

EINIGES ERREICHT, VIELES BLEIBT ZU TUN. Fünfter Menschenrechtsbericht der Stadt Graz präsentiert

Die Vorsitzende des Grazer Menschenrechtsbeirats, Elke Lujansky-Lammer, und der Leiter der Geschäftsstelle, Klaus Starl, präsentierten im Steirischen Presseclub den fünften Menschenrechtsbericht der Stadt Graz. Der Bericht zur Lage der Menschenrechte in der Stadt Graz wird jährlich vom Menschenrechtsbeirat herausgegeben. Ziel ist es, die menschenrechtliche Lage der in der Stadt lebenden Menschen darzustellen. Dabei ist es insbesondere wichtig, bestehende Defizite aufzuzeigen und konkrete Lösungen und Verbesserungsmöglichkeiten vorzuschlagen. Das Ergebnis des fünften Berichts zeigt erwartungsgemäß ein vielschichtiges Bild.

"Die größten inhaltlichen Problemlagen sind der steigende Alltagsrassismus im öffentlichen Raum, am Wohnungsmarkt und im Umgang mit Behörden, weiters die Benachteiligung von Frauen in vielen Bereichen der Gesellschaft, das erschreckende Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Kinder, die zunehmende Armut von Kindern, der mangelnde Schutz von unbegleiteten minderjährigen AsylwerberInnen, sowie die mangelnde Anerkennung von Menschen mit Behinderungen als Rechtspersonen", so Klaus Starl.
Einige der Problembereiche fallen in die Zuständigkeit des Bundes oder des Landes. Die Empfehlungen des Menschenrechtsbeirates konzentrieren sich auf jene Bereiche, die in die städtische Kompetenz fallen. Für die betroffenen Menschen spielt dabei keine Rolle, welche Ebene für Achtung, Schutz und Gewährleistung zuständig ist. Positiv hebt Elke Lujansky-Lammer hervor, dass "sich das Verantwortungsbewusstsein für Menschenrechtsschutz und -gewährleistung immer stärker auf der kommunalen Ebene durchsetzt."

(7. November 2012)

 

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Menschenrechtsbericht der Stadt Graz 2011... (pdf, 1 MB)

Pressetext... (pdf)

 

 

„Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz begrüßt Schutz des stillen Bettelns durch den Verfassungsgerichtshof der Republik Österreich!“

 

12. Juli 2012

Presseaussendung des Menschenrechtsbeirats zur Grundsatzentscheidung des Verfassungsgerichtshofs über Bettelverbote

Der Verfassungsgerichtshof hat in seiner menschenrechtlich begründeten Aufhebung des Salzburger Bettelverbotes festgehalten, dass sogenanntes "Stilles Betteln" keine "Störung der öffentlichen Ordnung" darstelle und daher auch nicht generell gesetzlich verboten werden kann. Weiters führte der VfGH in seiner Urteilsbegründung aus: "Ein ausnahmsloses Verbot, als `stiller´ Bettler den öffentlichen Ort zu nutzen, grenzt ohne sachliche Rechtfertigung bestimmte Menschen davon aus, öffentliche Orte wie andere zu ihrem selbstgewählten Zweck zu nutzen und verstößt daher gegen den Gleichheitsgrundsatz." (Erkenntnis des VfGH). Das Salzburger Bettelverbot wurde daher vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben.

Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz, der eine eigene Arbeitsgruppe gegen Bettelverbote unter der Leitung von Mag. Christian Ehetreiber eingerichtet hat, begrüßt dieses klare, menschenrechtlich argumentierende Urteil des VfGH ausdrücklich als "wichtigen Etappenerfolg und richtigen Schritt in die richtige Richtung" für einen menschenrechtskonformen Umgang mit bettelnden Menschen. "Als Grazer Menschenrechtsbeirat werden wir uns - bestärkt durch das VfGH-Erkenntnis - auch in Zukunft klar gegen Bettelverbote positionieren! Wir werden die BürgerInnen sachlich darüber informieren, sie zur eigenen Meinungsbildung ermuntern und für eine Sozialpolitik eintreten, die auf keinen notleidenden Menschen vergisst oder gar gesetzlich gegen diese ohnehin sozial benachteiligten Menschen vorgeht!", so Lujansky-Lammer und Ehetreiber zur Position des Menschenrechtsbeirates in dieser Frage.

Zugleich verweist der Grazer Menschenrechtsbeirat auch auf das vor einigen Tagen in vielen Medien publizierte Forderungspapier des im Juni 2012 von Mag. Joachim Hainzl (XENOS) gegründeten "Österreichischen Forums gegen Bettelverbote", in welchem u.a. mit Pfarrer Wolfgang Pucher, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Benedek und Mag. Christian Ehetreiber auch aktive Mitglieder des Grazer Menschenrechtsbeirates mitarbeiten. Siehe dazu ausführlich: http://www.gegenbettelverbote.at


Dr.in Elke Lujansky-Lammer
Vorsitzende des Grazer Menschenrechtsbeirates

Mag. Christian Ehetreiber
Koordinator der Arbeitsgruppe gegen das
Bettelverbot im Grazer Menschenrechtsbeirat

 

Presseaussendung... (pdf)

 

 

 

Vierter Menschenrechtsbericht der Stadt Graz 2010

Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz legt mit dem Menschenrechtsbericht 2010 den nunmehr vierten Bericht zur Menschenrechtslage in Graz vor. Es handelt sich um einen Evaluationsbericht der Empfehlungen des Vorjahres. Dabei standen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt des Interesses:

  • Was wurde konkret umgesetzt? Woran lässt sich die Umsetzung erkennen? Ist die Umsetzung messbar?
  • Wie wird die Deckung von Bedarf und Nachfrage grob eingeschätzt?
  • Kann die Wirksamkeit der gesetzten Maßnahmen eingeschätzt werden?
  • Welche Umsetzungshorizonte werden geschätzt?
  • Welche Empfehlungen sind nicht angemessen oder überholt?

Im Bereich der bürgerlichen und politischen Rechte zeigt sich, dass dort, wo vom Landes- oder Bundesgesetzgeber ein relativ enger rechtlicher Rahmen gesetzt wird (Geschlechtergleichstellung) oder ein Nationaler Aktionsplan mit Umsetzungsimperativ besteht (Integration), entsprechende Anstrengungen der Stadt festzustellen sind, die durchaus engagiert und den lokalen Bedürfnissen angepasst umgesetzt werden. Weniger engagiert ist die Stadt in den eigenen Bereichen. Die Empfehlungen des Menschenrechtsberichts sind nur selten Grundlage städtischer (Menschenrechts-)Politik. Dies zeigt sich im Verwaltungshandeln ebenso wie in der Präsenz der Themen in den politischen Standardinstrumenten, wie Gemeinderatsanfragen. Große Fortschritte wurden in den letzten beiden Jahren in der Entwicklung von Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit erzielt. Langjährige Forderungen wurden aufgenommen und deren Umsetzung begonnen.

(15. Dezember 2010)

 

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Vierter Menschenrechtsbericht der Stadt Graz 2010... (pdf)

 

 

 

SCHREIB MIT!


Du bist zwischen 14 und 20 Jahre alt, bist gesellschaftskritisch, hast Lust am Schreiben und möchtest neue Leute kennenlernen? Dann bewirb dich bis 1. August unter office@kennedeinerechte.at                    

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Das Menschenrechtsportal von Jugendlichen für Jugendliche startet im Herbst 2011 in die 2. Runde!

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Deine Vorteile sind u.a.:

  • Weiterbildung in den Bereichen Menschenrechte/Journalismus
  • Kontakte u.a. zum Grazer Menschenrechtsbeirat
  • Zertifikat ausgestellt vom Bürgermeister der Stadt Graz, dem Landesschulrat Steiermark und dem Vorsitzenden des Grazer Menschenrechtsbeirates
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Weitere Infos zur Bewerbung sowie zum Projekt gibt’s unter www.kennedeinerechte.at oder 0316 380 1536

(28. Juni 2011)

 

Online-Menschenrechtsportal Kenne dein Rechte ...

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Dritter Menschenrechtsbericht der Stadt Graz 2009

Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz legt mit dem Menschenrechtsbericht 2009 den nunmehr dritten Bericht zur Menschenrechtslage in Graz vor. Ausgangspunkt und Grundlage der Berichtstätigkeit ist die im Jahr 2001 beschlossene Menschenrechtserklärung der Stadt Graz, mit der sich die Stadt Graz unter anderem verpflichtet, eine Menschenrechtspolitik auf Basis geeigneter Informationen und identifizierten Defiziten in der Menschenrechtsumsetzung zu verfolgen.

Die Menschenrechtssituation der Stadt Graz im Überblick

Zu den wichtigsten, kritisierten Bereichen zählen die Unterwanderung von Menschenrechtsstandards im Asylbereich, diskriminierende Wirkungen des Bildungssystems, sowohl struktureller als auch Alltagsrassismus, insbesondere im politischen Diskurs oder das restriktive Fremdenrecht im Allgemeinen. Diese Defizite spiegeln sich auch auf Grazer Ebene wider. Das Jahr 2009 stand besonders unter dem Eindruck der globalen Wirtschaftskrise, deren Auswirkungen auf die Verwirklichung von wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechten deutlich spürbar waren.

Im kommunalen Vergleich geht die Stadt Graz bewusst und umsichtig ihrer Verpflichtung zum Menschenrechtsschutz in Graz nach. Auf Basis der Grazer Menschenrechtserklärung erfolgt der Vollzug und die Einhaltung von Menschenrechtsstandards, wie dies beispielsweise Nicht-Diskriminierungsklauseln in der Subventionsordnung oder in den AGB zu städtischen Beschaffungsverträgen belegen. Darüber hinaus sind auch Ansätze eines weiter gehenden Schutzes und eine gewisse Bereitschaft zu subsidiären Maßnahmen dort, wo Bundes- und Landesrecht restriktive Niveaus normieren, hervorzuheben. Als Beispiel sei das 10-Punkte-Programm gegen Rassismus der Stadt Graz genannt. Besondere Bemühungen sind auch in den Bereichen Soziales, Bildung und Jugend zu verzeichnen. Die große Zahl an Beispielen guter Praxis in den vom Bericht umfassten Menschenrechtsbereichen zeugt von einer zum Großteil engagierten, menschenrechtsorientierten Grazer Gesellschaft, deren Organisationen und Institutionen mit eingeschlossen. Trotzdem sind Stadt und Gesellschaft gefordert, das Menschenrechtsbewusstsein sowohl zu verbreitern als auch zu vertiefen.

(9. Dezember 2010)

 

 

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Der Menschenrechtsbericht der Stadt Graz 2009 ... (pdf)

 

 

Dritter Menschenrechtsbericht der Stadt Graz: TRAGEN SIE BEI!


 

Das Projekt Menschenrechtstadt Graz versteht sich als fortwährender Prozess. Mit dem Menschenrechtsbericht der Stadt Graz wurde ein Instrument geschaffen, möglichst viele AkteurInnen an dieser Entwicklung teilhaben zu lassen und die Stadt Graz in ihrer weiteren kommunalpolitischen Menschenrechtsarbeit kritisch zu begleiten und mit Evaluierung und Ratschlägen zu unterstützen.

Von den gesamt 38 Empfehlungen aus dem Menschenrechtsbericht 2007 wurden innerhalb eines knappen Jahres, also bis Ende 2008, bereits vier Empfehlungen zur Zufriedenheit des Menschenrechtsbeirates umgesetzt. Die Umsetzung von weiteren 18 Empfehlungen ist zumindest auf den Weg gebracht worden. So wurde das Thema Armut stärker in das Blickfeld der kommunalpolitischen Arbeit gerückt - der erste kommunale Armutsbericht (Grazer Aktionsprogramm gegen Armut) wurde 2009 veröffentlicht; das 10-Punkte-Programm gegen Rassismus wurde revidiert und adaptiert; der Empfehlung einer Aufstockung der finanziellen und personellen Ressourcen für die Unabhängige Frauenbeauftragte der Stadt Graz wurde nachgekommen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Nichtsdestotrotz haben die beiden letzten Berichte auch gezeigt, dass ausgehend von einem relativ hohen Niveau der Verwirklichung von menschenrechtlichen Anforderungen in einigen Bereichen Defizite festgestellt werden konnten.

Alle Jahre wieder erfolgt also die Einladung, durch Beiträge den Menschenrechtsbericht der Stadt Graz 2009 mitzugestalten.

Um das Berichtsverfahren zu erleichtern, wurde ein Formular erstellt, welches Sie hier im WORD-Format downloaden, auf Ihrem Computer speichern und ausfüllen können.

 

Bitte schicken Sie das ausgefüllte Formular bis 31. Mai 2010 elektronisch an die Geschäftsstelle des Menschenrechtsbeirats.

(29. April 2010)

 

Berichtsformular ...

 

 

Gemeinderat Graz: 10 Punkte-Aktionsplan gegen Rassismus beschlossen


Der Grazer Gemeinderat hat in seiner Oktobersitzung vorigen Jahres ein neues 10-Punkte-Programm gegen Rassismus beschlossen.

 

Das erste 10-Punkte-Programm wurde vom Gemeinderat am 29.6.2006 im Rahmen des Beitritts zur Europäischen Koalition der Städte gegen Rassismus (ECCAR) verabschiedet. Dem ersten 10PP ging keine Analyse der Grazer Situation voraus. Weiters stand das erste 10PP unter dem wesentlichen Einfluss der Integrationsdebatte. Integrations- und Menschenrechtspolitik haben wichtige Überschneidungen und Gemeinsamkeiten, eines unter das andere zu subsummieren, wird dem jeweiligen Anliegen nicht gerecht. Es war ein wichtiger Beginn.

 

Deshalb und in Anbetracht der Tatsache, dass ein Großteil der Verpflichtungen bereits umgesetzt wurde, in Anerkennung der im Menschenrechtsbericht angeführten, einschlägigen Empfehlungen, in Erwägung, dass mit dem Menschenrechtsbericht 2007 eine Grundlage für die sachliche Beurteilung einer geänderten Situation in Graz vorliegt und diese Situation neue Zielsetzungen der Politik erfordert, in Erwägung der Empfehlungen des UN-Komitees zur Beseitigung von Rassendiskriminierung in seinen Schlussfolgerungen an die Republik Österreich zur Mäßigung eines ausgrenzenden politischen Diskurses, verstärkten Maßnahmen im Bereich der Menschenrechtsbildung und zur Schließung von Rechtsschutzlücken im Gleichbehandlungsrecht und in Anbetracht, dass diese Empfehlungen im Sinne der Menschenrechtserklärung der Stadt Graz auf kommunaler Ebene geeignete Maßnahmen und konkrete, operationalisierbare und überprüfbare Zielsetzungen erfordern, hat der Gemeinderat zum Zweck der Konkretisierung, Erweiterung und Anpassung der Menschenrechtspolitik für die Stadt Graz im Rahmen seiner Kompetenzen den zweiten 10 Punkte-Plan gegen Rassismus für die Periode 2010 bis 2012 im Geiste einer Kultur der Menschenrechte beschlossen.

(16. Februar 2010)

 

 

 

SCHAU NICHT WEG! Kurzfilm gegen Rassismus


Anlässlich eines rassistisch motivierten Mobbing-Vorfalls an einer Grazer Schule produzierten das ETC Graz und Helping Hands im Rahmen des Plattformprojekts "Menschenrechte als gelebte Alltagskultur" gemeinsam den Kurzfilm gegen Rassismus SCHAU NICHT WEG! Präsentiert wurde der Film unter anderem Ende September bei einem Empfang der Stadt Graz, in Kürze wird er auch in den Grazer Kinos zu sehen sein.

Das Skript des Kurzfilms geht auf einen der zahlreichen Fälle zurück, in denen sich Menschen hilfesuchend an die Rassismushotline von Helping Hands wenden. Statt eines afrikanischen Burschen - wie tatsächlich geschehen - stellt der Film eine muslimische Schülerin in den Mittelpunkt und hat damit leider durch die Ereignisse an einer Grazer Schule Ende September und das mediale Echo auf diesen Übergriff noch an Aktualität gewonnen.

Ergänzt wird der Film durch ein Workshopangebot an LehrerInnen und JugendarbeiterInnen, das Methoden und Didaktik der antirassistischen Menschenrechtsbildung für Jugendliche in den Mittelpunkt eines eintägigen Workshops stellt. Der erste Workshop fand am 16. November 2009 statt, im Rahmen der Aktionstag Politische Bildung 2010 wird im April 2010 ein weiterer Termin für LehrerInnen und JugendarbeiterInnen angeboten (Nähere Informationen ab Februar unter Programm).

(19. Jänner 2010)

 

Kurzfilm Schau nicht weg! ...

Workshop Schau nicht weg! Handeln erlaubt! ...

Helping Hands ...

HUM - Menschenrechte als gelebte Alltagskultur ...  

 

 

 

Zweiter Menschenrechtsbericht der Stadt Graz: Sozialer Zusammenhalt und Solidarität in Graz


Rechtzeitig zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember und noch vor der Diskussion im Gemeinderat präsentierte der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz am 7.12.2009 im Steirischen Presseclub den Zweiten Menschenrechtsbericht der Stadt Graz. Wolfgang Benedek, Vorsitzender des Menschenrechtsbeirates, und Klaus Starl, Mitglied und Leiter der Geschäftsstelle des Menschenrechtsbeirates, eröffneten die Pressestunde mit einer Einführung zum diesjährigen Themenschwerpunkt Sozialer Zusammenhalt und Solidarität in der Menschenrechtsstadt Graz und stellten den Menschenrechtsbericht 2008 als Kompass zur Überprüfung der Fortschritte der Menschenrechtsstadt Graz vor.

Nach einer Klage der FPÖ gegen eine Passage im Vorwort des Bürgermeisters wurde die fragliche Stelle im Menschenrechtsbericht der Stadt Graz nun geändert. Somit kann der Bericht ab sofort wieder von der Website geladen werden.

(11. Jänner 2010)

 

 

Zweiter Menschenrechtsbericht der Stadt Graz ... (pdf)

Kleine Zeitung: Rassismus im Alltag steigt ...

ORF Steiermark: Kampf gegen Rassismus ...

Pressetext kurz ... (doc, 170 KB)

Pressetext lang ... (doc, 185 KB)

 

 

Filmprojekt BLINDER FLECK ALLTAGSRASSISMUS


Auch in der Menschenrechtsstadt Graz werden Menschen auf Grund ihres „Andersseins“ zu Opfern rassistischer Diskriminierung. Der sogenannte Alltagsrassismus, der sich scheinbar unbemerkt in unsere Gesellschaft einschleicht, stellt dabei das größte Problem dar. Menschenrechtsverletzungen scheinen an der Tagesordnung zu stehen, Rassismus wird gesellschaftsfähig. Menschenrechtliches Engagement und Zivilcourage lassen hingegen noch zu wünschen übrig. Dem soll ein Kurzfilm, in welchem ein sich tatsächlich ereigneter Diskriminierungsfall aus der Lebenswelt Schule nachgespielt wird, entgegen wirken. Um SchülerInnen die Möglichkeit zu bieten, selbst aktiv zu werden und sich zu beteiligen, werden sie in die konkrete Umsetzung mit einbezogen und können ihrer Kreativität als „SchauspielerInnen“ freien Lauf lassen.

Der Kurzfilm wird für die DVD-Produktion im Rahmen des Netzwerkprojektes „Menschenrechte als gelebte Alltagskultur“ zur Verfügung gestellt.

(15.12.2008)

 

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Netzwerkprojekt Menschenrechte als gelebte Alltagskultur ...

 

 

Der erste Menschenrechtsbericht der Stadt Graz


Die Menschenrechtsstadt Graz muss über die Lage der Menschenrechte informiert sein und bestehende Defizite müssen aufgezeigt werden, um Menschenrechtspolitik in der Stadt bedarfsgerecht und effizient gestalten zu können. Zu diesem Zweck ist der Menschenrechtsbeirat beauftragt, einen jährlichen Bericht zur Situation der Menschenrechte auf kommunaler Ebene zu erstellen. Der Bericht, der nun zum ersten Mal publiziert wird, umfasst neben einer umfangreichen Bestandsaufnahme Empfehlungen des Beirates zur weiteren Verbesserung der Menschenrechtssituation auf kommunaler Ebene.

(20.10.2008)

 

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Der Menschenrechtsbericht der Stadt Graz (Gesamttext als pdf, 2,9 MB)

 

 

 

Filmprojekt Graz - Stadt der Menschenrechte


Im Jahr 2007 startete ein Team des ORF Landesstudios Steiermark in Kooperation mit dem Konsulenten Michael Schaller die Produktion einer Filmreihe zu Menschenrechtsstädten. Das erste Projekt, der Film Graz - Stadt der Menschenrechte (Regie: Gernot Lercher, Kamera: Erhard Seidl) - wurde Ende 2007 vom ORF und Anfang 2008 von 3sat ausgestrahlt.

(13.10.2008)

 

Informationen zum Filmprojekt, zu Menschenrechtsstädten allgemein und zahlreiche Interviews  finden Sie hier ...

Hörsendungen und Podcasts zum Thema Menschenrechte bietet Michael Schaller auf seiner Website Abenteuer Menschenrechte.

"Erfunden" und weltweit vorangetrieben wird das Projekt Menschenrechtsstädte von der amerikanischen NGO PDHRE (People's Movement for Human Rights Learning). Informationen und Literatur (auf englisch) finden Sie hier ...

 

 

 

Menschenrechtsbericht der Stadt Graz


Zum ersten Mal seit der Menschenrechtsstadterklärung am 8. Februar 2001 wird heuer ein Menschenrechtsbericht der Stadt Graz erstellt.

Mit der Erstellung des ersten Menschenrechtsberichtes an die Stadtregierung und den Gemeinderat wurde der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz beauftragt und das ETC Graz als Geschäftsstelle des Menschenrechtsbeirats mit der Koordination der Arbeiten betraut.

Der Berichtszeitraum ist das Jahr 2007, Informationen zu früheren Ereignissen und Projekten sind bis zurück zur Menschenrechtserklärung (8. Februar 2001) erwünscht.

Wir bitten Sie, aus Ihrem Arbeitsfeld Daten und Fakten zu übermitteln, Probleme und Defizite aufzuzeigen und über Beispiele guter Praxis zu informieren. Bitte wählen Sie die für Ihren Arbeitsbereich relevanten Punkte aus und bezeichnen Sie in Ihrem Bericht die Gliederungspunkte mit den entsprechenden Kapiteln.

Wir ersuchen auch um Aktualisierung Ihrer Kontaktdaten für eine Neuauflage (3. Auflage) der Broschüre "Meine Menschenrechte - Grazer Beratungsstellen" im Zuge des Berichtes.

Bitte senden Sie Ihren Beitrag elektronisch bis spätestens 30. April 2008 an menschenrechtsbeirat@etc-graz.at

(7.4.2008)

 

Berichtsstruktur ...

Kurzerläuterungen ...

Erhebungsformular: Kontaktdaten für "Meine Menschenrechte" ...

 

 

 

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