ETC Home

Volontariat im Projekt "UNSERE Menschenrechtsschule"

Das ETC schreibt ab sofort ein Volontariat im Projekt UNSERE Menschenrechtsschule aus. Das Projekt befindet sich derzeit in der Pilotphase mit der Volksschule Geidorf, wo gemeinsam mit allen AkteurInnen (Direktion, LehrerInnen, SchülerInnen sowie den Eltern) an einem Konzept und der Umsetzung einer Menschenrechtsschule gearbeitet wird.

Inhalte des Volontariats sind vor allem die Erstellung der Website zum Projekt sowie der Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Dauer und Ausmaß des Volontariats können frei vereinbart werden. Im Übrigen gelten die Konditionen für Volontariate am ETC.

Bewerberinnen und Bewerber sollten über ausgezeichnete Deutschkenntnisse und die Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten verfügen. Kenntnisse in bzw. Erfahrung mit CMS-Programmen (Typo3 oder WordPress) sind von Vorteil.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung samt Motivationsschreiben und Lebenslauf an Simone Philipp

(16. Oktober 2014)

 

 

 

Neuerscheinung: AUSWIRKUNGEN VON MEHRFACHEN DISKRIMINIERUNGEN AUF BERUFSBIOGRAPHIEN

Einmal ist nicht genug? Wenn Frauen mit Migrationsgeschichte oder Menschen mit schwarzer Hautfarbe und muslimischem Glauben am Arbeitsmarkt diskriminiert werden, liegen meist mehrere Diskriminierungsmotive vor.

Doch wie äußern sich Mehrfachdiskriminierungen im Einzelnen? Welche Personen sind hiervon besonders betroffen? Und welche Auswirkungen haben diese Erfahrungen auf den weiteren Berufsverlauf der Betroffenen? Im vorliegenden Buch werden Ergebnisse präsentiert, die mittels Interviews mit ExpertInnen, Betroffenen und ArbeitgeberInnen erhoben wurden.

Das Projekt setzte sich mit dem Einfluss mehrfacher Diskriminierung auf die Karriereverläufe von Betroffenen auseinander. Im Rahmen dessen wurde in den ökonomisch relevanten Bereichen Bildungsweg und Arbeitsmarkt mittels einer sozialwissenschaftlichen Perspektive der Frage nachgegangen, ob benachteiligende mehrfache Diskriminierungen einen Einfluss auf die Karriereverläufe von Betroffenen haben bzw. wie sich dieser gestaltet.

Zwei Forschungsfragen standen dabei im Vordergrund: Kann ein (benachteiligend) diskriminierender Einfluss von mehrfachen Diskriminierungen auf Karriereverläufe festgestellt werden, und lassen sich Verstärkungseffekte in Zusammenhang mit mehrfachen Diskriminierungen im Vergleich zu einfacher Diskriminierung identifizieren/bzw. führt das Auftreten von mehrfachen Diskriminierungen zu qualitativ anderen Formen von Diskriminierung?

(1. Oktober 2014)

 

Projekthomepage...

Buch bestellen...

 

 

Ringlehrveranstaltung EINFÜHRUNG IN DIE MENSCHENRECHTE - Start am 1. Oktober

Wie jedes Wintersemester bieten wir wieder die Ringlehrveranstaltung "Einführung in die Menschenrechte", eine interdisziplinäre Vorlesung und Übung mit Vortragenden aus Theorie und Praxis der Menschenrechtsarbeit - jeden Mittwoch, 17:00 bis 18:30, in der Elisabethstraße 50B.

Themen und Vortragende:

01|10|14   Einführung in das System der Menschenrechte | BENEDEK
08|10|14   Verbot der Folter | KICKER/SCHWENTNER
15|10|14   Freiheit von Armut | SCHMIEDL/SOUVANNALATH/BOUTTASING
22|10|14   Nichtdiskriminierung | STARL/GRABOVAC
29|10|14   Recht auf Gesundheit | OBERLEITNER/GROTH
05|11|14   Menschenrechte des Kindes | PHILIPP/PÖRSCH
12|11|14   Rechtsstaatlichkeit und faires Verfahren | NINDLER/REDTENBACHER
19|11|14   Menschenrechte der Frau | SCHMIDLECHNER/LUJANSKY-LAMMER
26|11|14   Recht auf Bildung | BENEDEK/STRASSER
03|12|14   Religionsfreiheit | SCHMIDT/TABAALITE
10|12|14   Menschenrechte in bewaffneten Konflikten | OBERLEITNER/DOHR
17|12|14   Meinungs- und Medienfreiheit | BENEDEK/WOLKINGER
07|01|15   Demokratie und politische Teilhabe | PIPPAN/OSWALD
14|01|15   Asyl und Migration | HESCHL/BECKER
21|01|15   Privatsphäre und Datenschutz | SCHLUSSVERANSTALTUNG

Ergänzend bieten wir auch wieder die Arbeitsgemeinschaft "Einführung in die Menschenrechtsbildung" an, ab 10. Oktober jeden zweiten Freitagnachmittag (15:00 bis 16:30), die in Vortrag, Diskussion und Übungen in die Vermittlung von menschenrechtlichen Inhalten, Werten und Einstellungen einführt. Für alle, die Menschenrechte nicht (nur) für sich allein lernen...

(1. Oktober 2014)

 

Flyer Einführung in die Menschenrechte... (pdf)

Flyer Einführung in die Menschenrechtsbildung... (pdf)

 

 

 

Online-Erhebung - Toolkit for Equality

Die Europäische Koalition der Städte gegen Rassismus (ECCAR) lädt Sie herzlich ein, an einer Erhebung im Rahmen des Projektes „Toolkit for Equality“ mitzuwirken.

Um alle Fragen ausfüllen zu können, benötigen Sie:

  • Einen Überblick über die Aktivitäten Ihrer Stadt gegen rassistische Diskriminierung in verschiedenen Bereichen/Ressorts.
  • Detailliertere Informationen zu ein bis drei von Ihnen ausgewählten
    Politikmaßnahmen
    gegen rassistische Diskriminierung bzw. zur Gleichstellung von Angehörigen ethnischer Minderheiten.
  • Soweit verfügbar, Daten zur Anzahl der Beschwerdefälle/Anzeigen gegen rassistische Diskriminierung in den Jahren 2012 und 2013.

Ziel des Projekts ist die Erstellung eines Handbuchs, das die wirksamsten Maßnahmen europäischer Städte gegen rassistische Diskriminierung aufbereitet. ECCAR möchte damit auch Ihre Stadt bei der weiteren Umsetzung effektiver Anti-Diskriminierungspolitik unterstützen.

Dafür braucht ECCAR Ihre Expertise. Wir laden Sie ein, die Erfahrungen Ihrer Stadt mit Politikmaßnahmen gegen rassistische Diskriminierung mit uns zu teilen. Bitte stellen Sie jene Maßnahmen vor, die sich in Ihrer Stadt als besonders wirksam erwiesen haben.

Ihre Antworten werden vertraulich behandelt und wir erfragen keine Angaben zu Ihrer Person. Wir bitten Sie allerdings um die Nennung Ihrer Stadt, um jene Städte, die Erfahrung mit besonders vielversprechenden Politikmaßnahmen haben, für weitere Informationen kontaktieren zu können.

Das "Toolkit for Equality" wird finanziert von Open Society Foundation, ECCAR, den Mitgliedstädten und dem ETC Graz.

(8. September 2014)

Über die folgenden Links gelangen Sie zur online-Erhebung:

Englisch

Deutsch

Französisch

 

 

Summer academy: HOW TO MANAGE HUMAN RIGHTS AND THE CITY?

The ETC summer academy is back: From 23 to 27 September 2014 the International Summer Academy on Human Rights and the City: How to manage human rights and the city? will take place in Graz/Austria.

The summer academy aims at presenting and discussing instruments and mechanisms to facilitate the implementation of human rights at the local level. Against the background of local and regional authorities’ rights and obligations it focuses on cities’ and regions’ self-governance including their obligation to respect, protect, fulfil and also promote human rights at the local level.

Furthermore the academy aims to:

•    Foster the implementation of human rights and equality in the city
•    Present and discuss a multi-perspective approach to effective equality policies at the local level
•    Implement anti-discrimination policies
•    Use the ECCaR toolkit on equality policies as an instrument to plan, implement and evaluate anti-discrimination policies and their potential in respect to equality, inclusion, equal treatment and equal opportunities
•    Promote a deeper and holistic understanding of the topic through a multi-disciplinary and multi-perspective approach
•    Exchange ideas, foster mutual learning and networking among participants with different backgrounds

The summer academy is open to practitioners - administration professionals working at municipal or regional levels, politicians and NGO collaborators from all Council of Europe member states. Working language is English.

The summer academy is hosted by the European Training and Research Centre for Human Rights and Democracy (ETC Graz), with contributions of UNESCO, the Council of Europe's Congress of Local and Regional Authorities and the European Union Agency for Fundamental Rights, as well as the City of Graz in the frame of the ECCAR network.

(24 June 2014)

 

Learn more...

Travel information...

Summer academy agenda... (pdf)

 

 

Gesucht: jung, schreibhungrig, interessiert an Menschenrechten

Den Schul- und Uniferien zum Trotz tickt die Uhr unerbittlich: Am 31. Juli endet die Bewerbungsfrist für KENNE DEINE RECHTE, die junge Plattform des Grazer Menschenrechtsbeirats.
Das Team bereitet sich auf das mittlerweile fünfte Jahr vor. Hannah Schöffmann, von Anfang an dabei, ist noch immer begeistert:

"Nach jetzt doch 4 Jahren bei Kenne deine Rechte freue ich mich extrem,
- dass jedes Jahr neue, interessierte und begeisterte neue Mitglieder hinzukommen, mit denen auch dieses Jahr bei diversen Outdoortrainings und Rollstuhlfahrten Freundschaften geknüpft wurden,
- dass sich immer mehr und mehr Leute für unsere spannenden und aktuellen Artikel interessieren, und überhaupt,
- dass das Projekt so gut ankommt und immer bekannter wird!
Ich bin, nach wie vor, begeistert von der Idee, dem Konzept und den super Menschen, die sich für Kenne deine Rechte engagieren und hinter diesem Projekt stehen! Und ich hoffe wirklich, dass das auch noch viele Jahre so weitergehen wird!!"


Mehr Statements gibt es jetzt jeden Tag auf Facebook, einen Einblick geben auch das Video von Flo Schinnerl über den Rollstuhl-Tag oder ein Beitrag auf Soundportal.

Auf den Geschmack gekommen?
Das trifft sich gut: KENNE DEINE RECHTE, die Online-Plattform von Jugendlichen für Jugendliche, sucht wieder ein neues Team. Wer mitmachen will, sollte zwischen 15 und 23 Jahre alt sein, natürlich einigermaßen schreiben können, Interesse für Journalismus und Menschenrechte, Gesellschaft, Politik usw. mitbringen und im Schuljahr 2014/15 Zeit für Einführungsworkshop, Outdoor-Teambuilding sowie natürlich das Recherchieren und Verfassen oder Filmen von drei bis fünf Beiträgen haben.
Bewerben, bitte mit Lebenslauf und Probetext, kann man sich bis 31. Juli 2014.

Mehr Informationen?
Was die bisherigen Teams geleistet haben, sehen Sie auf Kenne deine Rechte, und wenn Sie noch mehr Informationen über das Projekt benötigen, stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung... einfach mailen oder anrufen (0316 380 1536 oder 1533).

(16. Juli 2014)

 

 

Neuerscheinung: KUPTIMI I TË DREJTAVE TË NJERIUT - Manual auf Albanisch in zweiter Auflage

 

Am 20. und 21. März präsentierte Herausgeber Wolfgang Benedek im Rahmen des gemeinsam von den juristischen Fakultäten der Universität Graz und der Universität Pristina veranstalteten Workshops über „Kosovo als ein Mitglied der internationalen Gemeinschaft – Beitritt zu internationalen Organisationen“ die neu übersetzte und erweiterte zweite albanische Auflage des Manuals Menschenrechte verstehen, KUPTIMI I TË DREJTAVE TË NJERIUT. MANUAL PËR ARSIMIMIN PËR TË DREJTAT E NJERIUT.

Die zweite albanische Auflage wurde auf Basis der aktuellen englischen Auflage mit Unterstützung des Menschenrechtszentrums der Universität Prishtina erarbeitet und von der Republik Kosovo finanziert.

(9. April 2014)

 

KUPTIMI I TË DREJTAVE TË NJERIUT. MANUAL PËR ARSIMIMIN PËR TË DREJTAT E NJERIUT... (pdf, 8 MB)

Alle Sprachversionen...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausschluss, Benachteiligung, Belästigung und Übergriffe - Was schwarzen Menschen das Leben schwer macht

(Philipp, Starl, unten: Kleinferchner, Vollath, Eyawo, List - Fotos: Schmiedl/ETC Graz)

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21. März präsentierten die StudienautorInnen Simone Philipp und Klaus Starl zusammen mit ETC-Vorstandsmitglied Karin Schmidlechner an der Universität Graz die Ergebnisse der Studie Lebenssituation von 'Schwarzen' in urbanen Zentren Österreichs. Bestandsaufnahme und Implikationen für nationale, regionale und lokale Menschenrechtspolitiken und diskutierten die Ergebnisse mit VerantwortungsträgerInnen aus Politik, Justiz und Polizei. Landesrätin Bettina Vollath, die Landtagsabgeordneten Eduard Hamedl (in Vertretung von Bürgermeister Siegfried Nagl) und Bernhard Ederer, Richterin Caroline List (OLG Graz), Oberst Benno Kleinferchner (Stadtpolizeikommando Graz) und Werner Anzenberger (AK Steiermark) zeigten sich bei der Präsentation betroffen über die unerfreulichen Ergebnisse der Studie in den Bereichen Zugang zu Recht und Gesundheit, Arbeit und öffentlicher Raum. Moderiert von Vizedekanin Katharina Scherke diskutierten sie mit dem Geschäftsführer des MigrantInnenbeirats, Godswill Eyawo, und den AutorInnen über notwendige Schritte und Maßnahmen. Dabei folgten die PolitikerInnen in weiten Bereichen den Empfehlungen der Studie, betonten aber auch, welche Schritte in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen bereits gesetzt wurden, von der Charta des Zusammenlebens und der Einrichtung der Antidiskriminierungsstelle Steiermark über Schulungen im Bereich von Polizei und Justiz bis hin zur kostenfreien AK-Rechtsberatung. Einig war man sich darin, dass der Befund der Studie anerkannt wird und insbesondere von der Politik ernst zu nehmen ist sowie in der Einschätzung, dass die Ergebnisse der Studie dringend zum Handeln auffordern und die Empfehlungen in den jeweiligen Bereichen umzusetzen sind. Einzelne konkrete Maßnahmen wie Schaffung, Vernetzung und Bekanntmachen von niederschwelligen Angeboten oder Kampagnen zur Aufklärung, Sensibilisierung und Förderung von Kommunikation wurden von allen DiskutantInnen angesprochen.

Die Studie wurde im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Heterogenität und Kohäsion der Universität Graz vom ETC Graz in Kooperation mit dem Fachbereich Zeitgeschichte am Institut für Geschichte mit Mitteln des Zukunftsfonds Österreich, des Landes Steiermark, der Stadt Graz, der Universität Graz sowie mit Eigenmitteln des ETC Graz erstellt.

(21. März 2014)

 

Lesen Sie mehr...

Studie Lebenssituation von 'Schwarzen' in urbanen Zentren Österreichs. Bestandsaufnahme und Implikationen für nationale, regionale und lokale Menschenrechtspolitiken... (pdf)

 

 

 

Neuerscheinung: AN AFRICAN SPRING? - Human Security Perspectives 1/2014

Unter dem Titel An African Spring? Human Rights and Security in Times of Change liegen nun die Ergebnisse des 6. Grazer Workshops zur Zukunft der Sicherheit als Publikation vor. In den Human Security Perspectives 1/2014 befassen sich die AutorInnen mit aktuellen Fragen von Menschenrechten und Menschlicher Sicherheit auf dem afrikanischen Kontinent, ausgehend von den politischen Verschiebungen im Zuge des "Arabischen Frühlings" und ähnlicher, medial aber weit weniger beachteter Ereignisse in Afrika südlich der Sahara.

Der Workshop im Sommer 2013 gab Einblicke in unterschiedliche Perspektiven und Zugänge verschiedener akademischer Diziplinen und PraktikerInnen und erlaubte in seiner Interdisziplinarität neue und unterschiedliche, einander jedenfalls aber ergänzende Einsichten.

Organisiert wurde der Workshop vom Institut für Völkerrecht und internationale Beziehungen und dem ETC Graz in Kooperation mit der Österreichischen Verteidigungsakademie, der Marie-Curie-Aktion "Sustainable Peace Building" im 7. Rahmenprogramm der EU und der Fokusgruppe Menschliche Sicherheit.

(2. März 2014)

 

On-line Journal Human Security Perspectives...

 

 

 

 

NEUERSCHEINUNG: Intersektionelle Benachteiligung und Diskriminierung

Soziale Realitäten und Rechtspraxis

Interdisziplinäre Forschung zum Bereich der Mehrfachdiskriminierung ist im deutschen Sprachraum noch selten. Aktuelle empirische Ergebnisse zeigen, dass Mehrfachdiskriminierungen und strukturelle Benachteiligungen zu den Lebenserfahrungen von vielen Menschen gehören. Doch die bestehende Rechtslage in den deutschsprachigen Ländern Österreich, Deutschland und der Schweiz nimmt darauf noch nicht in adäquater Form Bezug. Rechtspraktikerinnen und Rechtspraktiker betonen die Probleme, die sich in der Behandlung von Fällen von mehrfacher Diskriminierung, insbesondere in Fällen von intersektioneller Diskriminierung, also mit interagierenden Motiven, ergeben.

Um den Rechtsschutz für betroffene Personen zu vergrößern, sind die interdisziplinäre Betrachtung des Themas und die gemeinsame Erarbeitung von Lösungsvorschlägen notwendig. Dieser Aufgabe widmet sich der Sammelband mit Beiträgen von namhaften Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Sozialwissenschaft, der Rechtswissenschaft sowie der Rechtspraxis.

Mit Beiträgen von:
Veronika Apostolovski, Sarah Elsuni, Elisabeth Holzleithner, Ulrike Lembke, Doris Liebscher, Andrea Ludwig, Josef Marko, Isabella Meier, Irene Messinger, Jule Mulder, Tarek Naguib, Simone Philipp, Dagmar Schiek, Karin Maria Schmidlechner, Klaus Starl, Caroline Voithofer, Katharina Walgenbach.

(13. Februar 2014)

 

Verlagsflyer deutsch / englisch... (pdf)

Nomos Shop...

 

 

 

MENSCHENRECHTSSTADT FÜR ALLE - Infofolder ab sofort auch auf Englisch

Rechtzeitig zum 13. "Geburtstag" der Menschenrechtsstadt Graz liegt nun der Infofolder zur Menschenrechtsstadt auch auf Englisch vor - ein weiterer kleiner Schritt auf das Ziel zu, über die Menschenrechtsstadt in den in Graz meistgesprochenen Sprachen zu informieren. Der Folder wird in Zukunft auch der "Welcome Box" beigelegt, mit der das Integrationsreferat alle neuen BürgerInnen der Stadt Graz begrüßt und informiert.

Auch online ist der Flyer natürlich verfügbar - wie schon bisher der deutschsprachige und die Kurzfassung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:

Graz - the first Human Rights City of Europe...

Graz - Erste Menschenrechtsstadt Europas...

30 Punkte für die Menschenwürde...

30 Points of Dignity...

Presseaussendung: 13 Jahre Menschenrechtserklärung der Stadt Graz: 8.2.2001 - 8.2.2014...

(7. Februar 2014)

 

 

 

"In Richtung einer Menschenrechtsarchitektur in Europa"

(Kjaerum, Kicker - Foto: Schmiedl/ETC)

"Wir bewegen uns in Richtung einer europäischen Menschenrechtsarchitektur." So charmant konterte Morten Kjaerum, Direktor der Grundrechteagentur der Europäischen Union, skeptischen Fragen, ob Europa eigentlich neben Europarat und OSZE eine weitere Menschenrechtsinstitution brauche - nicht ohne seine optimistische Einschätzung gleich etwas zu relativieren: Es gebe mehr als genug zu tun für alle Institutionen, die sich in ihrer Arbeit möglichst ergänzen sollten. Zudem sei er angesichts jener Trends, welche die breit angelegten Studien der Agentur in allen EU-Mitgliedsländern dokumentieren, manchmal knapp daran, seinen Optimismus zu verlieren. Gerade durch die letzten Studien über Hate crime und Minderheiten in Europa zieht sich als roter Faden die Angst, die Angst vor Übergriffen, aber auch die Angst, erfolgte Übergriffe anzuzeigen. Sie zeigen aber auch - das ist die positive Seite - den Effekt konsequenter Arbeit: Die britische Polizei kann sich, nach jahrelanger Arbeit, mittlerweile freuen, dass nirgendwo in der EU die BürgerInnen so viel Vertrauen in die Polizei setzen wie in Großbritannien.

Wie die Grundrechteagentur konkret arbeitet, illustrierte Kjaerum in der von Renate Kicker, ETC Graz, moderierten Veranstaltung anhand dreier brennender Themenbereiche - Grundrechte an den Außengrenzen der EU, Hate crime und Datensicherheit - und mit vielen Beispielen, von der Methodik der groß angelegten Studien, die immer die Betroffenen und Opfer, nicht die Perspektive der Mehrheitsgesellschaft oder der TäterInnen in den Mittelpunkt stellen, über die Schulung von EU-BeamtInnen bis hin zum Lobbying in den EU-Gremien und Mitgliedsstaaten. Zentraler Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten auf allen Ebenen sind die Menschenrechte; auch wenn oft humanitäre Maßnehmen ein schnelles Handeln erfordern, arbeitet die Agentur daneben grundsätzlich auf strukturelle und systematische Lösungen hin. Das muss nicht immer die "große Lösung" sein, wie beispielsweise in Finnland, das auf den Bericht über Hate crime mit einem ganzen Maßnahmenpaket reagierte, oft geht es um einzelne Regelungen wie etwa die Entkriminalisierung von Fischern, die schiffbrüchige Flüchtlinge aufnehmen, für diese Lebensrettung aber strafrechtlich mit Schleppern gleichgesetzt werden, oder Grundrechtstraining für GrenzschützerInnen "until they get it into their backbones".

(16. Jänner 2014)

 

Grundrechteagentur der Europäischen Union (FRA)...

EU-Charta-App...

 

 

Der Duft ist die Sehnsucht, aber Feuer das Verlangen

(Ronja*, Benaglio - Foto: Reichenauer/Forum Politische Bildung)

 

Literatur und Musik zum Tag der Menschenrechte

Lange Perioden von Krieg und Unterdrückung, die mit Grausamkeiten gegen Millionen Menschen verknüpft waren, haben die fortschrittlichen Kräfte der Gesellschaft zur Abfassung der Menschenrechte veranlasst. Viele Leute sehnten sich nach einem gesicherten Leben in Würde. Die Vision der Menschenrechte bedeutete den Duft einer positiven Utopie, die umso feuriger in Verlangen nach Frieden und Freiheit entbrannte, je unfassbarer das Leid durch Krieg, Terror und Brutalität wurde. Forum Club Literatur feiert diesen denkwürdigen Tag der Menschenrechte bereits seit Jahren mit einem Programm, das Literatur mit Musik verbindet. Damit soll ein kleiner Baustein für die Wertschätzung der Menschenrechte verwirklicht werden. Die Veranstaltung weist auf die Bedeutung der Menschenrechte für einen demokratischen Staat hin, das Thema wird in lockerer, künstlerischer Atmosphäre dem Publikum näher gebracht

Es lasen Michael Benaglio, Gerhard Dinauer und Simone Philipp, Ani Ramtful steuerte einen kabarettistischen Beitrag bei, und Ronja* sang, begleitet von Pavel Shalman auf seiner Violine.

(11. Dezember 2013)

 

Flyer... (pdf)

 

 

 

 

 

 

 

Der sechste Menschenrechtsbericht der Stadt Graz

(Starl, Lujansky-Lammer - Foto: Klepeisz für Kenne deine Rechte)

Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz legt mit dem Menschenrechtsbericht 2012 den nunmehr sechsten Bericht zur Menschenrechtslage in Graz vor. Der Menschenrechtsbericht zum Jahr 2012 ist ein Evaluationsbericht und basiert auf ausgewählten Empfehlungen des Menschenrechtsbeirates aus dem Vorjahresbericht. Anhand einer Evaluierung der Umsetzung der im Vorjahr an die Politik herangetragenen Empfehlungen wurde der Fortschritt im Menschenrechtsstadtprozess überprüft.

Der Menschenrechtsbericht 2012 hat zum Ziel,

  • die Menschenrechtsstadt Graz über die Lage der Menschenrechte in der Stadt zu informieren,
  • Fortschritte und Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen und die Umsetzung der einschlägigen Verpflichtungen sowie ausgewählter Empfehlungen des vorangegangenen Berichtes zu überprüfen,
  • bestehende Defizite werden aufzuzeigen, um Menschenrechtspolitik in der Stadt bedarfsgerecht und effizient gestalten zu können, und
  • möglichst viele AkteurInnen im Bereich der Umsetzung und Anwendung der Menschenrechte auf kommunaler Ebene einzubinden.

Für die Untersuchung der Rechtsbereiche "bürgerliche und politische Menschenrechte", "wirtschaftliche und soziale Menschenrechte" und "Umwelt und Gesundheit in Graz – Luftqualität" wurden sechs Fokusgruppeninterviews durchgeführt, an denen sich insgesamt 47 Personen beteiligten. Vier Gemeinderatsklubs (Grüner-ALG-Klub, KPÖ-Klub, ÖVP-Klub und SPÖ-Klub) haben eine schriftliche Einschätzung der Umsetzung der Empfehlungen abgegeben.

Die Vorsitzende des Grazer Menschenrechtsbeirats, Elke Lujansky-Lammer, und der Leiter der Geschäftsstelle, Klaus Starl, stellen den Menschenrechtsbericht am Mittwoch, den 11. Dezember 2013, um 10 Uhr im Steirischen Presseclub, Bürgergasse 2, vor.

(10. Dezember 2013)

 

Der sechste Menschenrechtsbericht der Stadt Graz... (pdf)

Beilage zum Menschenrechtsbericht: Interview mit Bürgermeisterstellvertreterin Martina Schröck (pdf)

 

 

Zum Menschenrechtstag: MENSCHENRECHTSKALENDER online

(Foto: UN)

Zum heutigen Internationalen Tag der Menschenrechte haben wir uns selbst einen Wunsch erfüllt und es endlich geschafft, unseren schon lange bestehenden Menschenrechtskalender endlich ordentlich zu befüllen - nicht mit Schokolade oder Sachpreisen, wie die derzeit auch sehr beliebten Adventkalender, sondern mit grundlegenden Informationen und weiterführenden Links.

Wie finden Sie den Menschenrechtskalender? Für's erste hier, und wenn dieser Beitrag im digitalen Nirwana ruht, dann bleiben noch das Menü links (Menschenrechte lernen/Menschenrechtskalender) und die Infospalte rechts.

In loser Folge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit finden Sie im Menschenrechtskalender auf unserer Website internationale Gedenk- und Feiertage, die Bezug zu und Relevanz für menschenrechtliche Themen haben. Vieelicht schauen Sie ja einmal aus reinem Interesse auf der Seite vorbei, oder Sie suchen ganz konkret Anregungen oder einen Ausgangspunkt für ein Referat, ein Schulprojekt und dergleichen... Schauen Sie auch öfters einmal vorbei - die Seite ist "work in progress" und wir haben zwar schon viele Tage online, aber es kommen immer wieder welche dazu. Und wenn Sie, was bei Linksammlungen leicht vorkommen kann, einen gebrochenen Link finden sollten, sagen Sie es uns bitte!

(10. Dezember 2013)

 

 

Alles neu... das BOOT wird generalüberholt

(Langmantel, Lerchner, Schmiedl, Jaritz - Foto: netidee)

Was 2009 als Abschlussarbeit zweier Studenten für die AG Einführung in die Menschenrechtsbildung begann, geht  nun ins fünfte Projektjahr: Das Boot ist voll kann mit einer Förderung der Internet Privatstiftung Austria als vollwertiges Social Game ausgebaut werden. In Zukunft - also in einem Jahr - wird das Spiel nicht mehr "nur" online und in unseren Workshops zu spielen sein. Zusätzlich bekommen interessierte LehrerInnen ein e-Learning-Tool in die Hand, mithilfe dessen sie das Spiel und begleitende Materialien einfach in ihren Klassen einsetzen können.

Wer kein ganzes Jahr darauf warten möchte, ist herzlich eingeladen, im Frühjahr 2014 die Testversion des neuen "Boots" schon einmal vorab auszuprobieren und uns Feedback zu geben! Wie Sie Partnerschule im Projekt werden können, erfahren Sie hier.

Ende Oktober nahmen die Projektleiterin Barbara Schmiedl und die beiden Spielentwickler Christopher Jaritz und Lukas Lerchner am Netidee 2013-Event im Wiener Museumsquartier teil.

(15. November 2013)

 

 

Überwachung statt Freiheit

(Kettemann, Benedek, Wittenbrink, Staudegger - Foto: Stjepanovic/Uni Graz)

Wurde die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel möglicherweise über Jahre hinweg vom amerikanischen Geheimdienst NSA ausspioniert? Wie viel wusste US-Präsident Barack Obama? Ist das eine Verletzung der Menschenrechte? Und wer überwacht eigentlich die Überwacher?

„Das Internet als Zeichen der Freiheit wird zum Gegenteil verkehrt, zum Zeichen der Überwachung.“ (Benedek) Zu einer Diskussion über dieses hochaktuelle und brisante Thema luden am 28. Oktober 2013 UNI-ETC, ETC, AFA, JusClub Graz und ÖH Uni Graz. Vier ExpertInnen der Uni Graz - Wolfgang Benedek, Elisabeth Staudegger, Lorin Wagner und Matthias Kettemann - diskutierten mit Andreas Krisch von European Digital Rights und unter der Moderation von Heinz Wittenbrink (FH Joanneum).

Besonders die neuesten innerstaatlichen sowie europa- und völkerrechtlichen Entwicklungen im Bereich Datenschutz standen auf der Agenda. Einer der Schwerpunkte der Veranstaltung war außerdem die Frage, ob und in welchem Umfang staatliche Spähprogramme wie PRISM mit Grund- und Menschenrechten, etwa dem Recht auf Datenschutz, in Einklang zu bringen sind.

Auch Fragen, wie die demokratische Kontrolle von Geheimdiensten gestärkt werden muss und welche Möglichkeiten der Vernetzung jenseits eines "digitalen Einsiedlertums" (Krisch) das Internet einer neuen internationalen Zivilgesellschaft in dieser Hinsicht bietet, wurden besprochen.

(Lisa Heschl, 30.10.2013)

 

Livestream von der Diskussion...

 

 

EINFÜHRUNG IN DIE MENSCHENRECHTE am 2. Oktober gestartet

Was sind Menschenrechte? Wer schützt Menschenrechte? Wie ist der Schutz der Menschenrechte rechtlich verankert? Und wie wird er in der Praxis, im Alltag umgesetzt? Seit 2003 bieten wir in jedem Wintersemester, von Anfang Oktober bis Ende Jänner, eine Vorlesung an, die jeweils am Mittwochabend in die Menschenrechte und deren Schutz einführt. Die Vorlesung orientiert sich am ETC-Handbuch zur Menschenrechtsbildung, Menschenrechte verstehen.

Zum ersten Termin führte ETC-Direktorin Renate Kicker in das System der Menschenrechte ein. Die weiteren Termine befassen sich mit dem Verbot der Folter, der Freiheit von Armut, mit Nichtdiskriminierung, dem Recht auf Gesundheit, den Menschenrechten der Frau, mit Rechtsstaatlichkeit und fairem Verfahren, Religionsfreiheit, dem Recht auf Bildung, den Menschenrechten des Kindes,mit Menschenrechten in bewaffneten Konflikten, dem Recht auf Arbeit, Meinungs- und Medienfreiheit, Demokratie,  und Recht auf Asyl und Minderheitenrechten - bis Ende Jänner jeweils mittwochs, 17.00 - 18.30, ETC Graz, Elisabethstraße 50B (SR 19.02).

Alle Termine und ReferentInnen finden Sie hier oder auf dem Flyer zur Ringlehrveranstaltung.

Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten, sowohl StudentInnen aller Fakultäten und Universitäten als auch interessierte Menschen von außerhalb der Universität. Für alle, die auch offiziell abschließen möchten, sind die physische Anwesenheit und Mitarbeit sind Voraussetzung, um ein Zeugnis zu erwerben. Dazu kommt das Verfassen von fünf Kurzbeiträgen (jeweils zwei Seiten) zu frei wählbaren Themenbereichen aus den im Rahmen der LV behandelten. Bei Interesse vor allem an einzelnen Themen ist die Teilnahme an einzelnen Abenden aber jederzeit möglich.

Termine und Referentinnen im Wintersemester 2013/14...

Flyer... (pdf)

(3. Oktober 2013)

 

 

DERECHOS HUMANOS - MENSCHENRECHTE, LANG ERWARTET

(Foto: Steinbach/Land Steiermark)

Landtagspräsident Franz Majcen brachte es in seiner Begrüßung auf den Punkt: Der Festvortrag von Rigoberta Menchú sei die erste Veranstaltung seiner langen Karriere, die er mit dem Buffet eröffnete. Viele harrten dennoch im  vollen Sitzungssaal des Steirischen Landtags aus, darunter viele SchülerInnen aus dem B(R)G Klusemannstraße, der GIBS und - am weitesten angereist - dem BORG Ternitz.

Rigoberta Menchú entschädigte schließlich alle für ihr Ausharren, als sie sich nach zweitägiger (hurrikanbedingter) Odyssee keine Müdigkeit anmerken ließ und in ihrer Rede zur Achtung von Menschenwürde und Menschenrechten aufrief. Mit den Worten "Ohne Gerechtigkeit keine Würde" schilderte sie die Bemühungen in ihrer Heimat, den Opfern des jahrzehntelangen Bürgerkriegs durch Exhumierungen, Beweissicherung mittels DNA-Analysen und Prozessen gegen die Mörder auf allen Ebenen letzten Endes doch Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Da das Landhaus voll ausgebucht war, wurde die Veranstaltung auch per Livestream übertragen. Die Aufzeichnung des Livestreams ist hier abrufbar. Zum Nachlesen und Nachschauen bieten sich auch Website und Facebookseite von FairStyria mit einem Bericht und vielen Fotos von der Veranstaltung sowie natürlich die Seite des Organisators Art of Reconciliation an.

(9. Oktober 2013)

 

 

 

"UNSERE Menschenrechtsschule" von Bildungsministerin Claudia Schmied ausgezeichnet

(Foto: BMUKK/APA-Fotoservice/Preiss )

Fairness Award 2013: 2. Platz für Volksschule Geidorf und ETC Graz

Im Museumsquartier nahm Ende Juni eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen gemeinsam mit Direktorin Heidi Scheucher und Projektleiterin Barbara Schmiedl vom ETC Graz den Preis entgegen. "Eine schöne Anerkennung für ein Projekt, das wir erst in diesem Frühjahr gestartet haben, und ein Motivationsschub, um weiterzumachen!", strahlt Heidi Scheucher mit ihren Schülerinnen um die Wette. Mit ihr freute sich Landesschulratspräsidentin Elisabeth Meixner über die Auszeichnung für steirische Projekte (neben der "Menschenrechtsschule" auch die Musikhauptschule Weiz).

Im Projekt "UNSERE Menschenrechtsschule", initiiert vom ETC Graz gemeinsam mit Heidi Scheucher, befassten sich alle LehrerInnen der Volksschule Geidorf und die SchülerInnen und Schüler der vierten Klassen mit dem Thema Menschenrechte und Kinderrechte. Auf die Frage, welche Kinderrechte sie denn schon kennen, wird es laut in der Klasse: "Man darf Kinder nicht schlagen", "Kinder haben ein Recht auf ihre Eltern", "Recht auf Bildung", "Kinder dürfen ihre Meinung sagen" tönt es durcheinander. Und wie schaut das im Kinderalltag aus? "Wenn ich gaaanz sicher bin, dass jemand meine Jacke gestohlen hat, darf ich das herumerzählen", überlegt Benita. Gemeinsam mit den Menschenrechtstrainerinnen Simone Philipp und Barbara Schmiedl vom ETC suchen die Zehnjährigen nach Wegen, wie sie ihr Recht auf Meinungsäußerung ausüben können, ohne jemanden zu verletzen oder zu verleumden. "Das Wichtigste an dem Projekt ist, dass die Kinder nicht nur Rechte auswendig lernen, sondern auch wissen, was diese Rechte in konkreten Alltagssituationen bedeuten", erklärt Simone Philipp.

In Zukunft soll das Projekt nicht nur an der Volksschule Geidorf weitergehen: Um Gedanken, Ideen und Werte der Menschenrechte breit und nachhaltig zu verankern, werden mit Toolbox, Seminar- und Beratungsangeboten möglichst bald weitere Volksschulen angesprochen.

(26. Juni 2013)

 

Projekt UNSERE Menschenrechtsschule...

Fairness Award des BMUKK...

 

 

Volles Haus beim [menschenrechts]film out of campus

(Molnar, Ohlendorf, Mikusch - Foto: Stocker/ETC Graz)

Rund 15 Jahre recherchierte der Journalist Thomas Kuban (Pseudonym) in der rechtsextremen (Musik-)Szene. Fast neun Jahre davon machte er Aufnahmen mit versteckter Kamera, vor allem auf klandestinen Nazi-Konzerten. 2012 erschien nicht nur sein Abschlussbericht Blut muss fließen: Undercover unter Nazis (Frankfurt/New York: Campus), sondern auch ein gleichnamiger, auf Kubans Videomaterial basierender Film des Regisseurs Peter Ohlendorf. Während das Buch verschiedene Dimensionen des zeitgenössischen Neonazismus, dessen Verflechtung mit dem „gesellschaftlichen Mainstream“ und das meist ignorante Verhalten der Sicherheitsbehörden thematisiert, konzentriert sich der Film vor allem auf die internationale Nazi-Musikszene. 2012 hatte der Film auf der Berlinale Premiere. Da mit Filmverleihen und Fernsehsendern bisher keine akzeptablen Vereinbarungen getroffen werden konnten, geht Ohlendorf seit mehreren Monaten mit dem Film auf Tour – erfreulicherweise mit enormer Nachfrage und bisher fast 50.000 ZuschauerInnen.

Am 3. Mai konnte der Film – dank vielfältiger Unterstützung durch verschiedene parteiunabhängige Institutionen – im Jugendkulturzentrum Explosiv gezeigt werden. Mit über 450 BesucherInnen waren sowohl der Konzertsaal als auch der Barbereich bis an die Grenze der Kapazitäten gefüllt. Auch an der anschließenden Diskussion mit Ohlendorf gab es rege Beteiligung und teils kontroverse Debatten. Wenngleich man dem Film die prekären finanziellen Bedingungen, unter denen er produziert wurde, teils ansieht, ist er dennoch eine wichtige Dokumentation aktueller neonazistischer Aktivitäten und eine Anklage gegen die Untätigkeit staatlicher Stellen. Mit dieser Anklage Hand in Hand geht aber auch das Plädoyer, selbst aktiv zu werden und sich antifaschistisch zu engagieren. Leider folgten der expliziten Einladung an Politik und Polizei nur einige grüne und kommunistische PolitikerInnen, alle anderen Parteien sowie die Spitzen der Exekutive glänzten durch Abwesenheit.

(6. Mai 2013, Malik Sharif/KUG)

 

Film-Website „Blut muss fließen“...

[menschenrechts]film out of campus war diesmal eine Kooperation von ETC Graz, JUKUZ Explosiv, den Hochschülerschaften der Uni und der Technischen Universität Graz, UNI-ETC, ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus, Caritas Jugend-Streetwork  Anlaufstelle, Rocklokal Tick Tack sowie Land Steiermark - Bildung, Familie und Jugend

 

 

"Rassismusfreie Zonen" schaffen

21. März: Internationaler Tag gegen Rassismus - Tag mancher Lippenbekenntnisse und ernstgemeinter Aktionen. Auch jener Tag, an dem Bilanz über das vorangegangene Jahr gezogen wird.

Was in der Steiermark in früheren Jahren der Helping Hands-Bericht über rassistische Übergriffe im Bundesland war, lässt heuer noch ein wenig auf sich warten und kommt dann im Mai zu ersten Geburtstag der Antidiskriminierungsstelle Steiermark als deren Geschäftsbericht. Einige Details gibt's quasi als Vorgeschmack schon heute: Insgesamt wurden an die Antidiskriminierungsstelle Steiermark im vergangenen Jahr 538 Anfragen betreffend allgemeiner Diskriminierung gestellt, in 425 Fällen intervenierte die Stelle. Knapp ein Drittel aller Fälle hatte Rassismus zum Thema. Neben dem sogenannten Alltagsrassismus (33,1 Prozent) ist rassistische Diskriminierung in der Steiermark in folgenden Lebensbereichen zu finden: Behörden (22,5%), Arbeit (13,3%), Wohnen (12,6%) sowie Gesundheit (6,4%) und Ausbildung (4,2%). Die restlichen 7,9 Prozent für Diskriminierung ethnischer Herkunft fallen unter den Bereich „Sonstiges“ und betreffen insbesondere Internet-Postings. Jede dritte rassistische Diskriminierung in der Steiermark passiert somit im öffentlichen Raum - diese Rate ist doppelt so hoch wie die von ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit erhobenen Zahlen für ganz Österreich (mit Schwerpunkt auf dem Wiener Raum): ZARAs Rassismus-Report 2012, der traditionellerweise ebenfalls am 21. März präsentiert wird, dokumentiert "nur" 16% der gemeldeten Fälle als Übergriffe im öffentlichen Raum.

Für beide Berichte gilt allerdings, dass sie jene Vorfälle widerspiegeln, die den erhebenden Stellen gemeldet werden. Sie liefern also keine Aussagen über die absolute Zahl rassistischer Übergriffe - möglicherweise bleibt vieles im Dunkeln, etwa weil es der Aufmerksamkeit von BeobachterInnen entgeht, weil mögliche rassistische Motive bei der Anzeige eines "gewöhnlichen" Delikts nicht in Betracht gezogen werden oder letztlich,  oder weil Opfer eines Übergriffs in einer Anzeige oder Meldung keinen Sinn sehen. Interessante Zahlen und Hintergründe dazu sind im EU MIDIS Report 2010 der Grundrechteagentur der Europäischen Union nachzulesen.

Einen Überblick über Versuche, dem Rassismus in verschiedensten europäischen Ländern zu kontern, bietet United against Racism unter dem Motto Who says we don't fit together?, zwei lokale Höhepunkte seien hier herausgegriffen: In Wien organisiert die afrikanische Community am 22.3. eine Demonstration gegen Rassismus in der österreichischen Justiz, im Allgemeinen wie im Besonderen, und die Jugendplattform des Grazer Menschenrechtsbeirats, Kenne deine Rechte, ruft mittels Sticker- und Tattoo-Aktion über Facebook dazu auf, rassismusfreie Zonen zu schaffen.

(21. März 2013)

 

Antidiskriminierungsstelle Steiermark...

ZARA-Rassismus-Report...

EU Midis Report 2010...

Posten und gewinnen: Rassismusfreie Zone...

 

 

 

NEU: Leitfaden "RECHTSSCHUTZ GEGEN DISKRIMINIERUNG"

BeraterInnen kommen immer wieder mit Diskriminierungsfällen in Berührung, haben jedoch oftmals nicht die Möglichkeit, sich damit intensiv auseinanderzusetzen. Um Beratungsprozesse gegen Diskriminierung zu stärken und so einen Beitrag zur Antidiskriminierungsarbeit zu leisten, stelllt nun die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Steiermark, Daniela Grabovac, die in Kooperation mit dem ETC erarbeitete Broschüre Rechtsschutz gegen Diskriminierung. Ein Leitfaden vor. Die Broschüre versteht sich als Hilfsmittel, um eine erste grobe Einschätzung über die möglichen rechtlichen Schritte gegen eine geschilderte Diskriminierung geben zu können.

Auf 36 Seiten definiert der Leitfaden den Begriff der Diskriminierung und gibt einen Überblick über die zahlreichen, auf viele verschiedenen Gesetze verteilten Antidiskriminierungsbestimmungen in der österreichischen Gesetzgebung. Für die einzelnen Bereiche, von "Arbeitswelt" bis "Wohnen", wird Diskriminierung anhand typischer Tatbestände und Beispiele erklärt, die jeweils anwendbaren Gesetzesstellen werden angeführt sowie der Rechtsweg und die jeweiligen Rechtsfolgen für die Betroffenen dargestellt.

Der Leitfaden ist als gedruckte Broschüre sowie online als pdf-Dokument verfügbar.

(26. Februar 2013)

 

Rechtsschutz gegen Diskriminierung. Ein Leitfaden... (pdf)

Antidiskriminierungsstelle Steiermark...

 

 

 

BETTELVERBOT IN DER STEIERMARK VERFASSUNGSWIDRIG

(Foto: Bettelaktionstag 2012/Open Space Graz)

Wie der Verfassungsgerichtshof in seiner heutigen Presseaussendung mitteilt, sind die Regelungen zum Bettelverbot in der Steiermark als verfassungswidrig aufgehoben.

Zur Frage der Bettelverbote in den einzelnen Bundesländern wurden beim Verfassungsgerichtshof schon mehrere Verfahren (Salzburg, Oberösterreich, Wien und Kärnten) durchgeführt. Dabei hat der Verfassungsgerichtshof festgehalten, dass er keine Bedenken gegen Regelungen hat, die bestimmte Formen der Bettelei (etwa aufdringliches oder gar aggressives Betteln oder das Betteln mit unmündigen Minderjährigen) verbieten. Ein Bettelverbot ohne Ausnahme jedoch ist unsachlich und widerspricht der Menschenrechtskonvention.


In der Steiermark besteht ein solches Bettelverbot ohne Ausnahme. Dass Gemeinden die Möglichkeit haben, in "Erlaubniszonen" das Betteln zu gestatten, ändert daran nichts. Die Einrichtung solcher Erlaubniszonen ist nicht verpflichtend. Das Gesetz sieht also ein absolutes Bettelverbot vor. Die entsprechende Regelung im Steiermärkischen Landes‐Sicherheitsgesetz ist daher verfassungswidrig. Der Verfassungsgerichtshof hat weiters entschieden, keine Reparaturfrist zu geben, sondern die Vorgängerregelung des Landes‐Sicherheitsgesetzes wieder in Kraft zu setzen. Sie stellt aufdringliches Betteln und Betteln mit Minderjährigen unter Strafe, enthält jedoch kein absolutes Bettelverbot.

(10. Jänner 2013)

 

VfGH-Entscheidung G 64/11‐8 im Wortlaut... (pdf)

Presseaussendung des Menschenrechtsbeirats der Stadt Graz... (pdf)

 

 

MENSCHENRECHTE VERSTEHEN

EUROPA

 TERMINE

PROJEKTE & KAMPAGNEN



MENSCHENRECHTSKALENDER

MENSCHENRECHTSBERICHT


NEWS

ETC ANDERSWO