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(KU Leuven MOOC/Videostill)

Onlinekurs THE EU AND HUMAN RIGHTS jetzt im zweiten Durchgang

Nach einem erfolgreichen ersten Durchgang mit über 8.000 TeilnehmerInnen aus über 170 Ländern wird der MOOC (Massive Open Online Course) The EU and Human Rights im Rahmen des Forschungsprojekts FRAME jetzt noch einmal angeboten. Start des neuen Kurses ist am 21. Juni 2016.

Basierend auf dem Projekt FRAME (Fostering Human Rights Among European Policies), einem großen Forschungsprojekt im 7. Rahmenprogramm der EU  (FP7), bietet die Universität Leuven den sechswöchigen MOOC (Massive Open On-line Course) an für alle, die sich für Menschenrechte und für die EU sowie Europäisches Recht, Europäische Studien, Internationale Bezuiehungen, Global Governance etc. interessieren. Der Zugang zum Kurs ist offen, TeilnehmerInnen, die schon Basiskenntnissen der EU und des Menschenrechtssystems haben, werden die Einheiten aber leichter bewältigen können.

Der Studienplan umfasst menschenrechtliche Grundlagen mit der EU im Zentrum des Interesses. Schlüsselfragen sind beispielsweise:

  • Welche Faktoren sind maßgeblich daran beteiligt, die EU zu einer positiven oder negativen Kraft für Menschenrechte zu machen? Ein Beispiel ist die Wirtschaftskrise: Welche Auswirkungen hat(te) sie auf die Rechte von menschen innerhalb und außerhalb der EU?
  • Mit welchen AkteurInnen  - UnterstützerInnen oder GeberInnen, muss sich die EU befassen, um Menschenrechte erfolgreich zu fördern? Die Beispiele umfassen NGOs, Unternehmen und andere internationale Organisationen wie den Europarat oder die Vereinten Nationen.
  • Welchen Einfluss haben Schlüsselpolitiken der EU in jenen Bereichen, in denen sie aktiv ist? Die Beispiele umfassen Handel, Entwicklung, Migration, Sozialpolitik oder internationales krisenmanagement.

Ziel des Intensivkurses ist es, das Verständnis der TeilnehmerInnen dafür, wie die EU, allein oder in Kooperation mit anderen lokalen oder globalen, staatlichen oder nichtstaatlichen AkteurInnen, Menschenrechte weltweit besser fördern und verteidigen kann, zu verbessern.

Kursbeginn: 21. Juni 2016

Kosten: Keine!

Anmeldung ab sofort!

Mehr dazu...

 

(25. Mai 2016)

 

 

 

Kenne deine Rechte-RadakteurInnen Klepeisz, Schmid beim Videotraining

JUNG, KREATIV, INTERESSIERT AN MENSCHENRECHTEN

Es ist wieder einmal so weit: Kenne deine Rechte, die junge Online-Plattform des Grazer Menschenrechtsbeirats, bereitet sich auf das neue, mittlerweile siebente Jahr vor und sucht wieder motivierte junge Menschen für das Team im Schuljahr 2016/17.

Bereits seit Herbst 2010 arbeiten Jugendliche mit Interesse an (Online-)Journalismus und Menschenrechten im Projekt und publizieren ihre Artikel, Interviews, Glossen, Fotos, Videos, etc. auf der Website, die sich seit dem Relaunch im letzten Jahr auch in völlig neuem Gewand präsentiert.

Wer kann sich bewerben?

Wer sich bewerben will, sollte zwischen 14 und 24 Jahre alt sein, Interesse und auch etwas Talent für Journalismus, Interviews, Filmen sowie natürlich an Menschenrechten, Gesellschaft und Politik mitbringen. Wer es ins Team schafft, sollte im nächsten Schuljahr Zeit für die eine oder andere gemeinsame Aktivität wie Einführungsworkshop und Outdoor-Teambuilding und natürlich für das Recherchieren und Verfassen von drei bis fünf Beiträgen oder die Teilnahme an der Umsetzung kleinerer Filmprojekte aufbringen.

Wie kann man sich bewerben?

Bewerben  kann man sich ab sofort bis spätestens 31. Juli mit einem einfachen E-Mail, bitte mit Lebenslauf und Probetext oder Kurzfilm, an office@kennedeinerechte.at.

Wie kann man "Kenne deine Rechte" unterstützen?

Das Projekt lebt vom Engagement des Redaktionsteams. Helfen Sie uns, die nächste Generation von MenschenrechtsjournalistInnen zu finden!

-  Geben Sie die Information über die Ausschreibung weiter: an Verwandte und Bekannte, an Schülerinnen und Schüler, an alle, von denen Sie meinen, dass sie zu KENNE DEINE RECHTE passen.

-  Verbreiten Sie die Ausschreibung über Ihre Kontakte (KollegInnen, Facebook etc.)

- Last, not least: Lesen, liken, kommentieren Sie die laufenden Beiträge!

Jeden Donnerstag neu auf www.kennedeinerechte.at und www.facebook.com/kennedeinerechte

(19. April 2016)

 

Flyer: Ausschreibung Kenne deine Rechte Schuljahr 2016/17... (pdf)

 

 

 

Foto: Schubidu-Quartett

FRAUEN-SEILSCHAFTEN - Eine Pop-Up-Galerie zum Thema Frauenrechte

Frauen und Männer haben theoretisch gleiche Rechte. Die Realität sieht global gesehen leider anders aus: Weltweit sind Frauen und Mädchen von Menschenrechtsverletzungen betroffen, nur weil sie Frauen und Mädchen sind. Genitalverstümmelung, Frauenhandel, häusliche Gewalt, Zwangsheirat sowie Nachteile am Bildungs- und Arbeitssektor sind Zeugnisse von Gewalt gegen Frauen. Es ist also immer Zeit dagegen mit Haltung und Stimme aufzutreten.

Eine Gruppe von Grazerinnen und Grazern gab in einer Aktion im öffentlichen Raum dem Protest ein Gesicht und den Wünschen Gesichter: Die Aktion „Frauen-Seilschaften“ lädt Grazer BürgerInnen zum Austausch darüber, wie Frauen und Männer sich zivilgesellschaftlich für die Achtung von Frauenrechten einbringen können. Viele schlossen sich gleich vor Ort in der Grazer Herrengasse der Aktion an und ließen sich mit Fotos und Slogans, die dem gemeinsamen Anliegen dienen, fotografieren. So entsteht eine Seilschaft, im wahrsten Sinn des Wortes plakativ und zugleich ein Stück Netzwerk für eine gerechtere Gesellschaft. Die Bilder sind on-line zu sehen und werden von den AktionspartnerInnen sukzessive auch auf ihren Facebookseiten gepostet - immer wieder ein Anlass (wie beispielsweise das nebenstehende Bild), Diskussionen über Fakten und Slogans aufflammen zu lassen. Auch physisch soll sich die Ausstellung auf Wanderschaft begeben und kann zu diesem Zweck beim Afro-Asiatischen Institut Graz gebucht werden.

Eine Aktion des Afro-Asiatischen Instituts Graz in Kooperation mit der Antidiskriminierungsstelle Steiermark, ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus, Caritas - Für Frauen & Mädchen, ETC – Europäisches Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie, Friedensbüro, Unabhängiges Frauenbeauftragten-Kollektiv & Grazer Frauenrat im Rahmen der Aktionstage der Politischen Bildung 2016

(16. Mai 2016)

 

Pop-up-Galerie...

 

 

 

 

(Foto: Florian Schinnerl/Kenne deine Rechte)

Von Kopf bis Fuß auf Filme eingestellt: ETC goes fragments

More than just films: Menschenrechte im Alltag wirksam werden lassen

Beim Thema „Menschenrechte“ fallen vielen zuallererst Menschenrechtsverletzungen ein, die  „weit weg von uns“ begangen werden, uns daher nicht betreffen. Also geht uns das eh nichts an? Ist bei uns alles in Ordnung? Nein.

Zum einen zeigen die Fluchtbewegungen unserer Zeit, dass auch Menschenrechtsverletzungen in fernen Ländern Auswirkungen hier in Österreich, in Graz haben. Zum anderen wird in der Aufwertung, die das Thema Menschenrechte in den letzten Jahrzehnten erfahren hat, immer deutlicher, dass die Umsetzung von Menschenrechten immer an Ort und Stelle erfolgen muss. Deklarationen, Konventionen und andere völkerrechtliche Vereinbarungen bilden den rechtlichen Rahmen, auf den man sich berufen kann. Sie setzen die Standards, die nicht unterschritten werden dürfen. Die konkrete Ausgestaltung dieser Rechte erfolgt aber oft auf der Ebene der Städte und Gemeinden. Sie zeigt sich in den einzelnen, auch budgetären, Entscheidungen von Schulausstattung bis Sozialhilfe.

Die Stadt Graz hat sich in ihrer Menschenrechtserklärung von 2001 dazu verpflichtet, Menschenrechte zur Leitlinie ihres Handelns zu machen. An der Umsetzung dieses Leitgedankens arbeiten neben BeamtInnen der Stadt und AkteurInnen der Zivilgesellschaft auch das Europäische Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie Graz und dessen universitäre Verankerung, das UNI-ETC, durch Forschung, Bildung, Consulting und Publikationen mit. Mit ihrem interdisziplinären Zugang sorgen die beiden Zentren für eine Vernetzung aller Aspekte von Demokratie und Menschenrechten in Forschung und Vermittlung und für die stärkere Präsenz dieser Themen im universitären Umfeld.

Um Menschenrechte im Alltag wirksam werden zu lassen, bedarf es einer umfassenden Menschenrechtsbildung. Nur wenn jeder seine Rechte und die seiner Mitmenschen kennt und über ihren konkreten Inhalt Bescheid weiß, kann eine effektive Um- und Durchsetzung garantiert werden.

Filme sind dabei ein besonders geeignetes Mittel um die öffentliche Aufmerksamkeit auf Menschenrechtsthemen zu richten, Probleme aufzuzeigen, aber eben auch das Wissen um die betroffenen Rechte zu vermitteln. Wir freuen uns daher, Teil des ersten Grazer Menschenrechtsfilmfestivals zu sein, und so einen weiteren Beitrag zur Vermittlung und Umsetzung von Menschenrechten auf lokaler Ebene leisten zu können.

Gemeinsam mit dem fragments-Team wurde ein Rahmenprogramm zusammengestellt, das verschiedene Aspekte der Menschenrechte und das Schwerpunkt Thema „Flucht“ beleuchtet. Über die Filmscreenings hinaus sollen weitere Perspektiven des Erlebens und Verstehens eröffnet werden.

(14. April 2016)

 

fragments Grazer Filmfestival der Menschenrechte 21.-25. April 2016...

Rahmenprogramm (Ausschnitt)...

 

 

 

 

(Foto: Adpolis)

Auftakttreffen zum Projekt ADPOLIS - Antidiscrimination policies successfully implemented

Zum Auftakt des Forschungsprojekts ADPOLIS - Antidiscrimination policies successfully implemented (2016-2018) fand am 4. und 5. Februar 2016 ein Treffen aller ForschungspartnerInnen, der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) und der UNESCO  in Potsdam statt.

Das Projekt soll Erfolgsfaktoren von Politiken gegen rassistische Diskriminierung herausarbeiten und damit deren Umsetzung in europäischen Städten unterstützen.

Mehr zum Projekt…

ADPOLIS wird von der Europäischen Union kofinanziert (DG Justice, Rights, Equality and Citizenship Programme, JUST/2014/RDIS/AG/DISC/8084).

(12. Februar 2016)

 

 

 

 

"Menschenrechte besser verstehen" - Präsentation des arabischen Manuals zur Menschenrechtsbildung in Tunis

Eines der jüngeren Kinder in unserer großen Manualfamilie ist die zweite, überarbeitete und neu übersetzte arabische Fassung, die wir in Kooperation mit dem Ramallah Centre for Human Rights Studies erstellen konnten.

Ende Jänner wies Bundespräsident Heinz Fischer bei einem Staatsbesuch in Tunesien auf die bedeutung der Menschenrechte hin und übergab dem tunesischen Parlamentspräsidenten Mohamed Ennaceur das arabische Manual. Wolfgang Benedek präsentierte auf einer Tagung im Rahmen der Kooperationen der Universitäten Graz und Sousse die Inhalte des Handbuchs und führte in die Methodik der Menschenrechtsbildung ein: "Das Entscheidende ist, dass die Menschen sich über ihre Rechte informieren und lernen, diese dann auch einzusetzen." Die tunesischen Gastgeber wiesen auf die Wichtigkeit der Menschenrechte für die Konsolidierung der jungen tunesischen Demokratie hin.

Wer Arabisch kann, kann das Manual natürlich auf unserer Website lesen, auch ohne Arabischkenntnisse kann man einen kurzen Ö1-Beitrag zur Präsentation nachhören.

Gefördert wurde die Neuauflage des arabischen Manuals durch das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, die Entwicklungszusammenarbeit des Landes Steiermark und die Stadt Graz.

(5. Februar 2016)

 

 

 

 

Nagl, Vollath (Foto: Schmiedl/ETC)

Das Streben nach Glück und der Wille zum Recht - 15 Jahre Menschenrechtsstadt

Am 8. Februar 2001 verabschiedete der Grazer Gemeinderat einstimmig die Menschenrechtserklärung der Stadt Graz und machte Graz damit zur ersten Menschenrechtsstadt in Europa. Anlässlich des 15-Jahr-Jubiläums ist es Zeit, Bilanz zu ziehen und (uns) zu fragen, welche menschenrechtlichen Auswirkungen diese Selbstverpflichtung hatte, welche Erwartungen die Menschenrechtsstadt erfüllt und welche sie enttäuscht hat.

Diese Fragen leiteten die Podiumsdiskussion 15 Jahre Menschenrechtsstadt - Bilanz und Ausblick, zu der das Europäische Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie (ETC Graz) und der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz am 26. Jänner 2016 in das ORF-Landesstudio Steiermark einluden. An dieser quasi offiziellen Eröffnung des Jubiläumsjahres 2016, moderiert von Gernot Rath (ORF Steiermark), nahmen Landtagspräsidentin Bettina Vollath, Bürgermeister Siegfried Nagl, Altbürgermeister Alfred Stingl, der Vorsitzenden des Menschenrechtsbeirates, Elke Lujansky-Lammer, sowie Klaus Starl (ETC Graz - Europäisches Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte) und Wolfgang Benedek (Uni Graz).

In seinem einleitenden Impuls zählte Wolfgang Benedek Erfolge und Meilensteine der Menschenrechtsstadt auf und benannte dann anhand der Menschenrechtserklärung von 2001 auch Defizite und Probleme, wie etwa die Nichtrealisierung der Menschenrechtsbildungsstrategie, die Verzögerungen bei der Servicestelle für Bettler und Bürger und die fehlende Befassung des Menschenrechtsbeirates bei menschenrechtlichen Herausforderungen wie zuletzt der Flüchtlingsproblematik...

(27. Jänner 2016)

 

Mehr lesen...

Fotos von der Podiumsdiskussion...

 

 

Achter Menschenrechtsbericht der Stadt Graz

Der neue Menschenrechtsbericht der Stadt Graz zur Menschenrechtssituation in Graz 2014 ist der achte Bericht insgesamt und der vierte Evaluationsbericht. Der Bericht überprüft im Wesentlichen, inwieweit die Empfehlungen des Menschenrechtsbeirates im Bericht zu 2013 aufgegriffen und in Umsetzung genommen wurden. Aufgrund der Konkretheit der Empfehlungen konnten sehr klare Auswertungsergebnisse erzielt werden.

Insgesamt ist positiv zu bemerken, dass durch den Umsetzungsplan der UN-Behindertenrechtskonvention in diesem Bereich große Fortschritte erzielt werden konnten. Etwas zurückhaltender fällt die Bewertung der Umsetzung der Empfehlungen zum Einsatz der Wirtschaftsmächtigkeit der Stadt zur Verbesserung der Gleichstellung aus. Diesbezüglich bestünde wesentlich mehr Potenzial als bislang genützt wird.

Neben der Evaluierung enthält der Bericht einen Schwerpunkt zu „Kunst und Kultur in Graz“, der die Rolle der Kulturschaffenden im Prozess der Menschenrechtsstadt und die Chancen auf Teilhabe am kulturellen Leben beleuchtet. Viele Forderungen befinden sich in einer prozesshaften Umsetzung. Der Bericht gibt weitere notwendige Empfehlungen, um den Raum für Kunst- und Kulturschaffende, die Teilhabe der Bevölkerung und die Vielfalt der Kunstentwicklung zu gewährleisten.

Der achte Menschenrechtsbericht der Stadt Graz wird den Medien im Rahmen einer 

 

Pressekonferenz am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember 2015 um 10:00 im Steirischen Presseclub,

 

von Menschenrechtsbeiratsvorsitzender Dr.in Elke Lujansky-Lammer vorgestellt.

Weitere Auskunftspersonen sind Gemeinderat Thomas Rajakovics, der Autor des Schwerpunktkapitels, Max Aufischer (Kulturvermittlung), und der Berichtskoordinator Klaus Starl.

(10. Dezember 2015)

 

 

Achter Menschenrechtsbericht der Stadt Graz...

 

 

 

 

 

(Foto: UN Web TV)

Zweite Universelle Staatenprüfung Österreichs vor dem UNO-Menschenrechtsrat

Am Montag präsentierte Justizminister Brandstetter vor dem UNO-Menschenrechtsrat den österreichischen Staatenbericht zum zweiten Universal Periodic Review (UPR). In der folgenden Diskussion wurden 229 Empfehlungen an die Republik formuliert. Bis Dezember wird Österreich entscheiden, welche dieser Empfehlungen abgelehnt und welche angenommen und bis zur nächsten universellen Prüfung in vier Jahren ungesetzt werden.

Alle, die sich selbst ein Bild machen wollen, finden die Unterlagen auf der UNO-Website:

Aufnahmen der Sitzung auf UN Web TV...

Staatenbericht und vom UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte erstellte Kompilation der 19 Schattenberichte aus der Zivilgesellschaft...

Empfehlungen...

(13. November 2015)

 

 

 

 

 

 

 

(Infographiken: FRA)

Neue Berichte der Grundrechteagentur zu unternehmerischer Freiheit und zu Arbeitsausbeutung

Die Agentur für Grundrechte der Europäischen Union (FRA) veröffentlicht zwei neue Studien, die sich mit dem Bereich von Arbeit und Wirtschaft beschäftigen: Zum einen untersucht der Bericht Freedom to conduct a business: exploring the dimensions of a fundamental right die Bedeutung und die Umsetzung des Rechts auf unternehmerische Freiheit in allen EU-Staaten und analysiert, welche Hindernisse  den Bemühungen um die Förderung von Unternehmertum und Wirtschaftswachstum in der EU entgegenstehen. Der Bericht analysiert die Bedeutung des  Rechts auf unternehmerische Freiheit und geht auch auf den Anwendungsbereich dieses Rechts nach EU-Recht und nach nationalem Recht ein. Ein weiterer Aspekt der Studie ist die praktische Anwendung dieses  Rechts in  Bezug  auf  den  Einzelnen oder die Einzelne und auf bestimmte Bevölkerungsgruppen; insbesondere wird hierbei beleuchtet, inwiefern Hindernisse für die  Inanspruchnahme  von Rechtsmitteln die unternehmerische Freiheit  beeinträchtigen und welche Gruppen von Personen in der Umsetzung dieses Rechts nicht adäquat unterstützt werden. Darüber hinaus enthält der Bericht auch Beispiele für vielversprechende Praktiken.

Zum anderen sind zu dem im Juni veröffentlichen Bericht Severe labour exploitation: workers moving within or into the European Union. States’ obligations and victims’ rights nun auch die Länderberichte der 21 untersuchten Staaten, darunter auch Österreich, verfügbar. Obwohl Arbeitsausbeutung ein alltägliches Phänomen ist, wurden in diesem Bericht und den 21 Länderstudien die Auswirkungen diverser krimineller Foremen von schwerer Arbeitsausbeutung auf Eu-BürgerInnen und Drittstaatsangehörigen erstmals umfassend untersucht. Bericht und Studien identifizieren Risikofaktoren und diskutieren Gegenmaßnahmen, um angemessene Arbeitsbedingungen zu verwirklichen. Damit versuchen sie die Institutionen der EU und der Mitgliedsstaaten in der Bekämpfung schwerer Formen der Arbeitsausbeutung auf mehreren Ebenen (Prävention, Überwachung und Opferschutz) zu unterstützen.

(20. August 2015)

 

Berichte:

Freedom to conduct a business: exploring the dimensions of a fundamental rights

Severe labour exploitation: workers moving within or into the European Union. States’ obligations and victims’ rights

Severe labour exploitation: workers moving within or into the European Union - Annexes III and IV

 

Länderstudien zur Arbeitsausbeutung...

 

 

 

 

(Photos: Möstl/ETC Graz)

Successful Forum on Human Rights Implementation “Focusing on Human Rights” held in Graz on May 28/29, 2015

More than 100 participants, Congress members, politicians, civil servants, academics, collaborators of civil society organisations, from 25 European countries attended the Forum Focusing on Human Rights of the Congress of Local and Regional Authorities, the Federal State of Styria, the City of Graz and the European Training and Research Centre for Human Rights and Democracy. The Forum was opened by the Congress’ President Jean-Claude Frécon, the Mayor of Graz, Siegfried Nagl and by the Regional Minister for Finance, Women and Integration, Bettina Vollath. All speakers underlined the role of regional and local authorities in the protection and promotion of human rights and stressed that a human rights policy at the level where authorities are closest to citizens, which ensures social cohesion is most appropriate to prevent radicalization in any form.

Nils Muižnieks, Commissioner for Human Rights of the Council of Europe, in his speech focused on concrete examples of local and regional authorities. He pointed out the effectiveness of contextualized action programmes and specific training for decision-makers. Mayor Ivo Komšić from Sarajevo spanned the bow from local identity politics to multi-level-governance challenges in the delivery of human rights at the local level.

 

The second day was held in St. Martin as a closed interactive workshop series. Three facilitator tandems, each combining a politician and a human rights expert, moderated workshops for the participants on Identifying human rights issues in local policy-making (Leen Verbeek, King’s Commissioner of Flevoland; Barbara Oomen, Dean of University College Roosevelt), on Exchanging good practices (Lars O. Molin, Councilor of the City of Örebro and Thematic Rapporteur on Human Rights at local and regional level at the Congress of Local and Regional Authorities; Maria Nilsson, Senior Advisor and Human Rights Implementation Expert at Emerga Research and Consulting), and on Designing human rights policies (Bettina Vollath, Regional Minister for Finance, Women and Integration in Styria; Klaus Starl, Secretary General of the ETC). The results of the workshops were presented as Points for the future Agenda, right after President Frécon presented the Graz Declaration on the Implementation of Human Rights at the Local and Regional Level (DT/EN/FR), reaffirming the respective resolutions of the Congress. Helmut Tichy, Director of the International Law department of the Austrian Federal Ministry of European and International Affairs, closed the Forum with concluding remarks from the national level’s viewpoint.

The two-day Forum met all expectations as confirmed by the organisers, representatives and participants. It gave an excellent opportunity for exchange and mutual motivation and promoted the application of implementation tools and methods for human rights based approaches for programming at the local and regional level.

Workshop summaries...

Some impressions...

 

Partners:

Congress of Local and Regional Authorities...

Province of Styria...

City of Graz...

 

Article on the website of the Austrian Ombudsman Board...

(25 June, 2015)

 

 

 

 

 

(Starl, Philipp, Meier, Schmidlechner, Apostolovski, Kreimer - Foto: Schmiedl/ETC Graz)

"Einmal ist nicht genug": ETC-Publikationen zu Mehrfachdiskriminierung präsentiert

„Einmal ist nicht genug?“ war die provokante Frage, die vor über zehn Jahren am Ausgangspunkt der Beschäftigung des ETC Graz (Europäisches Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie) mit Fragen der intersektionellen und Mehrfachdiskriminierung stand. Wenn Frauen mit Migrationsgeschichte oder Menschen mit schwarzer Hautfarbe und muslimischem Glauben am Arbeitsmarkt diskriminiert werden, liegen meist mehrere Diskriminierungsmotive vor. "Intersektionalität" bedeutet (grob) den Umstand, dass jede Person in sich mehrere interdependente Charakteristika (wie Alter, Gender oder ethnische Zugehörigkeit) vereint bzw. diese ihr von außen zugeschrieben werden; "intersektionelle Diskriminierung", im Gegensatz zu einfacher bzw. zu anderen Formen multipler Diskriminierung, bedeutet Diskriminierung aufgrund des Zusammentreffens bestimmter Verbindungen (Intersektionen).

Bei der Präsentation der Projektpublikationen am 28. Jänner 2015 hob Dekan Joseph Marko in seiner Einführung insbesondere hervor, dass die vorliegenden Ergebnisse nur durch die Interdisziplinarität des Teams erzielt werden konnten, da fachinterne Beschränkungen und Begrenzungen, etwa der juristischen Perspektive auf ausschließlich individuelle Grundrechte, den Blick auf systemische und strukturelle Diskriminierung verstellen.

(29. Jänner 2015)

 

Mehr lesen...

 

Intersektionelle Benachteiligung und Diskriminierung – Soziale Realitäten unds... Rechtspraxis... 

Lebenssituation von „Schwarzen“ in urbanen Zentren Österreichs. Bestandsaufnahme und Implikationen für nationale, regionale und lokale Menschenrechtspolitiken...

Auswirkungen von mehrfachen Diskriminierungen auf Berufsbiografien. Eine empirische Erhebung...

 

 

Tipp: Vortrag und World Café Mehrfache Diskriminierungen erkennen und handeln, 5. Februar 2015, 9:30, Arbeiterkammer Graz, Strauchergasse 32. Anmeldung bis 2. Februar!

 

 

 

ETC Graz - 15 Jahre Menschenrechtsarbeit auf allen Ebenen

Unter dem Motto "You‘re happiest when your rights are respected!" (Kenne deine Rechte) blickt der aktuelle Tätigkeitsbericht des ETC Graz nicht nur auf die Jahre 2012 bis 2014 zurück, sondern zieht anlässlich des 15-jährigen Bestehens des ETC auch eine Bilanz seiner Menschenrechtsarbeit seit 1999:

Die Umsetzung von und der Zugang zu Menschenrechten hat sich in diesen Jahren stark verändert. Globale und regionale Entwicklungen stehen einander nur scheinbar diametral entgegen – auch wenn auf der Verpackung „Global Citizenship“ steht, ist für die Umsetzung der Inhalte doch wieder die lokale und regionale Ebene gefragt, globale Standards in der Umsetzung und Vermittlung von Menschenrechten bieten lokalen AkteurInnen die Leitlinien ihres Handelns.

Wir freuen uns, dass das ETC dank seiner horizontalen und vertikalen Vernetzung seit fünfzehn Jahren in diesem spannenden Prozess mittendrin steht. Unsere Publikationen sind sichtbarer und lesbarer Ausdruck dessen. Wer mit uns einen Rückblick wagen möchte, findet diesen im Tätigkeitsbericht des ETC , in dem Vorstand und MitarbeiterInnen Bilanz ziehen und die Entwicklung des Vereins seit 1999 nachzeichnen.

(23. Jänner 2015)

 

Tätigkeitsbericht 2012 - 2014: 15 Jahre ETC...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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